Freibad: Hunde müssen draußen bleiben

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Becken bleibt leer: In Merkstein werden sich auch nach Abschluss der Freibadsaison keine Hunde und Menschen zu einem gemeinsamen Hundeschwimmen versammeln können. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Vierbeiner, die sich entspannt im Wasser räkeln, Hunde die schnell einem gelb durch die Wellen blitzenden Tennisball hinterherhecheln und Herrchen wie Frauchen, die sich mit ihren Vierbeinern nass machen: Schöne Bilder hätte es auf jeden Fall gegeben, wäre der Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur einer Bürgeranregung gefolgt.

So hatte sich Martina Reiß dafür ausgesprochen, nach Saisonende im Merksteiner Freibad einen oder mehrere Termine für das Hundeschwimmen, natürlich gegen Entgelt, einzurichten. Laut Antrag sollte das frische Nass für die Vierbeiner nach dem offiziellen Ende der Freibadsaison und nach Abschalten der technischen Anlagen erfolgen. Das wird es aber nicht geben, alle Ausschussmitglieder votierten gegen das Vorhaben.

In einer Stellungnahme der Herzogenrather Stadtverwaltung wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass aus hygienischen Gründen eine gleichzeitige Nutzung von Hund und Herrchen nicht möglich sei. Grund dafür sei das erhöhte Gesundheitsrisiko bei fehlender Umwälzung des Wassers. Zusätzliche Bedenken seitens der Verwaltung gibt es, da das im Becken befindliche Wasser über den Winter dort verbleibt und somit Rückstände des Hundeschwimmens über den Winter auch im Wasser bleiben. Es wird befürchtet, dass es beim Ablassen des Wassers im Frühjahr zu Problemen kommen könnte und damit zu entsprechender Mehrarbeit bei der Vorbereitung auf die neue Saison.

Zusätzlich sei gerade das Becken im Merksteiner Bad durch seine Edelstahlausführung nicht geeignet. Die von der Antragstellerin genannten Beispiele für ein solches Hundeschwimmen bezögen sich aber immer auf gekachelte Becken, sodass die Verwaltung zusätzliche Probleme für die Hunde befürchtete.

Nicht genug Personal

Zuletzt klärte das Fachamt auch darüber auf, dass auch bei dieser Maßnahme ein Schwimmmeister und zumindest eine Rettungskraft vor Ort sein müssten, um die Aufsicht zu übernehmen. „Dies führt nicht nur zu zusätzlichen Personalkosten, sondern würde auch Personal über die notwendigen Arbeiten bezüglich der Einwinterung im Freibad binden, sodass dieses Personal für die beiden anderen Bäder nicht mehr komplett zur Verfügung stehen könnte“, schließt die Antwort der Verwaltung.

Somit muss der Badespaß für den vierbeinigen Liebling auch nach Ende der Freibadsaison in Roda ausbleiben. Auch wenn es schöne Bilder gewesen wären.

 

 

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