Frauenhaus seit 20 Jahren eine wichtige Anlaufstelle

Von: dag
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20 Jahre Frauenhaus Alsdorf: (v.l.) Referentin Heike Herold, Geschäftsführerin der Frauenhauskoordinierung, Marion Timm, Vorstand des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Aachen, und Renate Wallraff, Leiterin Frauenhaus Alsdorf. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Alsdorf. Vor 20 Jahren wurde das Frauenhaus in Alsdorf als Zufluchtsort für Frauen ab 18 Jahren und deren Kinder, die akuter seelischer oder körperlicher, häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, eröffnet. Seit 20 Jahren bietet es Schutz, Sicherheit und Beratung. Dieser runde Geburtstag wurde nun im Martin-Luther-Saal gefeiert.

„Alle Frauen haben das Recht auf ein Leben ohne Gewalt, dabei ist es unerheblich, ob die Frauen zugewandert, geflüchtet oder in Deutschland geboren sind“, unterstrich Alsdorfs Frauenhaus-Leiterin Renate Wallraff, die die Gäste gemeinsam mit Marion Timm vom Vorstand des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Aachen, dem Träger des Frauenhauses, begrüßte.

Alle Frauen hätten das Recht auf Schutz und Hilfe bei Gewalt, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus oder ihrer Bleibeperspektive, führte sie aus. Aus Sicht von Frauenhäusern müssten dazu Schutzlücken geschlossen werden, die Finanzierung des Hilfesystems verbessert und sichergestellt sowie Rechtsunsicherheiten beseitigt werden. „Im Jahr 2017 haben wir bereits 53 Frauen mit 50 Kindern aufgenommen.“

Zum Frauenhausteam in Alsdorf gehören: Jasmine Brück, Gitta Hirschmann, Natalie Neumann und Andrea Saile (alle Beraterinnen), Sabine Bruhn (Verwaltung), Yvonne Debois und Mriana Medrea Motz (beide Hauswirtschaft), Jana Bulin (Rufbereitschaften), Theresa Krummen (Praktikantin), Kathrin Schnitker (Kinderbereich) sowie Renate Wallraff (Leitung).

Oft wird das Team gefragt, wo das Frauenhaus in Alsdorf ist und wie die Frauen dort leben. Wo wurde natürlich nicht verraten. Um den Gästen aber einmal einen Einblick in ein Frauenhaus zugeben, wurde die Ausstellung „Auf der Schwelle/Leben im Frauenhaus“ von der Fotografin Brigitte Kraemer gezeigt. Die dargestellten Situationen seien mit denen im Frauenhaus Alsdorf vergleichbar, erklärte Renate Wallraff.

Glückwünsche zum runden Geburtstag des Frauenhauses und Dank für die Arbeit im Namen der Stadt sprach Bürgermeister Alfred Sonders. Zum Thema „Der Zugang zum Hilfesystem – muss für alle Betroffenen gesichert sein“ referierte Heike Herold, Geschäftsführerin der Frauenhauskoordinierung.

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