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Fotograf lässt seine Modelle im Licht baden

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
Ein Sonnenbad in der Brandung:
Ein Sonnenbad in der Brandung: Den Kontrast von Felsen und Wasser setzt Arno Thelen gern in Szene. Foto: Arno Thelen

Alsdorf. Arno Thelen gehört an der Kamera zu den entspannten Typen. Er ist kein Fotograf, der seine Modelle am Set mit knappen Kommandos herumscheucht und das beste Bild schon nach ein paar Sekunden im Kasten haben will.

Er nimmt sich Zeit. Das Licht, die Kulissen und die Posen müssen stimmen. „Ich will natürliche Bilder schaffen und später möglichst wenig digital hinzufügen”, sagt der 46-jährige Alsdorfer. Seine Aufnahmen präsentiert er nun in der Stadthalle.

Viele davon sind kürzlich erst entstanden, an seinem bevorzugten Ort: einer kleinen, weitgehend unberührten Bucht im Südosten Mallorcas. Dort findet er, was er für seine stimmungsvollen Bilder braucht: Leere Strände, schroffe Felsen und eine Brandung, die mitunter wuchtig dagegenklatscht. Mal setzt er seine weiblichen Modelle vor solcher Naturgewalt in Szene und schafft reizvolle Kontraste, mal baden die Frauen im sanften Abendlicht am Strand und verschmelzen mit der Umgebung zu einem einzigartigen Farbenspiel. Dezent erotisch sind viele seiner Bilder. Aktfotografie reizt ihn indes nicht. „Der Busen soll nicht der Mittelpunkt eines Bildes sein”, sagt er.

Eines seiner Modelle ist seine Lebensgefährtin Regina Bonni. Auch hinter der Kamera ist sie ihm eine große Hilfe. „Es ist gerade für Amateurmodelle hilfreich, wenn eine Frau dabei ist und ihnen Tipps geben kann”, sagt sie. Das bricht das Eis schneller. Und es erhöht auch die Trefferquote, wenn Arno Thelen seine Modelle auf der Straße anspricht, wie er es gern tut, und zu einem Fotoshooting auf der Baleareninsel einlädt. „Er ist schon ein vertrauenswürdiger Typ”, sagt sie und er fügt hinzu, dass „ich ja von den meisten der Modelle der Vater sein könnte”. Das Alter zahlt sich aber aus, der Mann hat Erfahrung. Mit acht Jahren hielt er seine erste Kamera in Händen, mit zwölf kam die erste Spiegelreflex. „Ein furchtbar schlechtes Teil”, erinnert er sich, doch hatte auch das sein Gutes. „Ich musste richtig viel über die Technik lernen, um damit gute Bilder machen zu können.” Der Umgang mit einem manuellen Belichtungsmesser, die Arbeit in der Dunkelkammer - das kennt er alles. „Ich bin einer, der sein Bild im Kopf entwickelt, bevor er es macht.” Alte Schule sagt man dazu. Was macht für den Mann, der die Arbeiten des Fotografen Harald Mante bewundert, ein gutes Bild aus? „Es ist eins, das man länger als zwei Sekunden anschauen möchte.” Und dazu lädt er die Gäste seiner Ausstellung gern ein.

Eröffnet wird die Ausstellung in der Stadthalle am Denkmalplatz, 1. Etage, am Freitag, 9. Dezember, um 19 Uhr. Dabei wird der Fotograf einige seiner Bilder auch in einer Leinwand-Show präsentieren.

Zu sehen sind die Bilder bis zum 22. Dezember während der Öffnungszeiten der Stadbücherei: dienstags und freitags 10-12 und 15-18 Uhr, mittwochs 13-18 Uhr, donnerstags 13-19 Uhr und samstags 10 bis 13 Uhr. In der Bücherei kann zudem ein Bildband von Arno Thelen eingesehen werden.
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