Alsdorf/Herzogenrath - Fotoclub Alsdorf geht auf die leise Pirsch

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Fotoclub Alsdorf geht auf die leise Pirsch

Von: Daniel Gerhards
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Durch ihre eigentümlichen Formen und ihre enorme Größe haben die Uberreste der Bergbauindustrie eine enorme Anziehung auf Fotografen. Jochen Furlkröger, Geschäftsführer des Alsdorfer Fotoclubs hat die Ausstellungsstücke im Sucher. Foto: Daniel Gerhards

Alsdorf/Herzogenrath. Industrieanlagen beeindrucken. Klare Linien und starre Struktur treffen auf Formen, die man sonst nirgendwo findet. So wurden Bergbauanlagen der Region zum Motiv für zahllose Fotografen.

Der Städtische Fotoclub Alsdorf ging auf eine Foto-Expedition zum Merksteiner Bergbaudenkmal Adolf. Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Adolf in Herzogenrath-Merkstein hörten die Hobby-Fotografen zunächst einiges über die Geschichte der Grube. Wie wurde die Fettkohle gefördert? Welche Errungenschaften und Probleme brachte die Einführung des Pickhammers? Und: Wie viel Kohle wurde in Merkstein gefördert?

Dabei hatten die Fotografen die Relikte des Bergbaus immer fest im Sucher. Die Wagen, mit denen die Bergleute durch die Stollen fuhren, einen Förderkorb und ein großes Förderrad bildeten Motive, die für die Industriegeschichte der Region stehen.

Industriefotografie ist nur ein Feld, auf dem sich die Aktiven vom Alsdorfer Fotoclub bewegen. „Wir waren auch schon in Parks unterwegs, um Tiere und Pflanzen zu fotografieren. Jeder hat da seine Vorlieben”, sagt Jochen Furlkröger, Geschäftsführer des Fotoclubs. Und auch historische und aktuelle Architektur kam ihnen schon vor die Linse.

Jagdrevier in Tierpark verlegen

Meist schießen die Fotografen des Clubs ihre Aufnahmen in Alsdorf und Umgebung. Demnächst wollen sie den Alsdorfer Tierpark ins Visier nehmen.

Durch die geraden Linien, die harten Kanten und die immer wieder vorkommenden Rundungen können die Mitglieder des Fotoclubs den Bildern aus dem Bergbaudenkmal Adolf eine enorme Tiefe und Dynamik geben. Die Dynamik entsteht vor allem dann, wenn die Maschinen in Bewegung gesetzt werden. So wurde die große Dampfmaschine im Bergbaudenkmal Adolf angeworfen - ein tolles Motiv. Furlkröger sagte: „Ich interessiere mich für Industrie und Geschichte. Zudem hat das mit der Region zu tun, und ich fotografieren gern. Wenn das alles zusammenkommt, ist das schon eine gelungene Sache.”

Dem Fotoclub ging es aber nicht nur darum, Bilder aufzunehmen, die Mitglieder sollten auch etwas über die Geschichte der Region erfahren. „Es geht heute auch um die Erinnerung an die Geschichte der Region”, sagt Furlkröger, „wer durch seine Familie nicht mit dem Bergbau zu tun hatte, ist vielleicht gar nicht so gut informiert”.
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