„Forum West Festival“: Eurofilmer treten beim Contest an

Von: Yannick Longerich
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Laden ins Kino im Alten Bahnhof ein: Roswitha Katharina Wirtz, zuständig für das „Forum West“ der Eurofilmer, und Metropolis-Vorsitzender Gerd Möhlendick freuen sich auf das Festival. Foto: Yannick Longerich

Würselen. Denkt man heutzutage an den Begriff „Filmproduktion“, so würde einem als erstes das Set eines millionenschweren Blockbusters einfallen. Monumentale Kulissen, Horden von Maskenbildnern und Designern sowie hoch bezahlte Stars aus Hollywood – und am Ende wird am Computer noch das ein oder andere veredelt.

Als Kontrastmodell erscheinen auf der Bildfläche verwackelte Aufnahmen in Kellern oder Kinderzimmern aus der Social-Media-Epoche. Die Kunst des Filmens erstreckt sich über viele Ebenen und ist vielen doch nur noch als Kontrast zwischen Hochglanz- und Youtube-Produktionen ein Begriff.

Dass es auch anders geht, zeigen die „Eurofilmer“ seit 1976. Gegründet aus dem Wunsch heraus, eine faire und verzweigte Präsentationsplattform für Filmemacher zu schaffen, die sich ganz ihrem Hobby hingeben, bietet der „Europäische Autorenkreis für Film und Video“ (EAK) seit jeher Wettbewerbe an, auf welchen sich talentierte und aufstrebende Filmemacher auf komplett unkommerzieller Ebene miteinander messen und – viel wichtiger – voneinander lernen können.

Roswitha Katharina Wirtz, zuständig für das „Forum West“ der Eurofilmer, hat das traditionsreiche Metropolis Kino am Alten Bahnhof in Würselen als Austragungsort gewinnen können. „Wir waren sofort Feuer und Flamme. Für uns als Ehrenamtler ist es eine Ehre, dieses Festival mit ausrichten zu dürfen“, erzählte Gerd Möhlendick vom Vorstand des Metropolis-Vereins. 19 Filmemacher – darunter auch Wirtz selbst – aus Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Deutschland werden am kommenden Samstag ihre Werke in den Wettbewerb schicken.

Ausländische Produktionen sind mit deutschem oder englischem Untertitel versehen, differenzierte Fremdsprachenkenntnisse seien laut Wirtz nicht zwingend erforderlich, um sich an den breitgefächerten Inhalten zu erfreuen: „Viele der Produktionen sind äußerst versiert in der bildlichen Darstellungen der Handlung. Dialoge können problemlos verfolgt werden.“

Deutlich abgrenzen möchten sich die Eurofilmer nach wie vor von Video-Plattformen wie Youtube. „Wir möchten den Mut unserer Teilnehmer belohnen, dass sie sich der kritischen Betrachtung ihrer Werke durch eine erfahrene Fachjury stellen. Im Pool von Millionen von Videos auf Youtube würden diese besonderen Leistungen schlicht viel zu wenig beachtet“, sagte Wirtz. Thematisch sei in diesem Jahr kein gesonderter Schwerpunkt vorhanden: „Die Filme befassen sich unter anderem mit einer zeitlosen Reisethematik und der Betrachtung des zwischenmenschlichem Miteinanders. Aber auch kontroverse Themen wie Pressefreiheit oder Aktfotografie werden behandelt.

Wirtz und Möhlendick hoffen, die 100 Polstersessel im Kino mit Gästen besetzen zu können. Während die Gewinner der Jury-Preise das Forum West beim anstehenden Europatreffen in Harsefeld vertreten dürfen, wartet zusätzlich auch noch der Publikumspreis.

Ab 10 Uhr öffnet das Metropolis Kino, Bahnhofstraße 165, Würselen, am Samstag, 13. Mai, seine Pforten.

TV-Moderator Thilo Voss führt durch die Veranstaltung. Die 19 jeweils rund viertelstündigen Werke werden in vier Blöcken präsentiert, kurze Nachbesprechungen und Gesprächsmöglichkeiten mit den Protagonisten werden eingefügt. Der Eintritt für die Vorstellungen ist kostenlos. Zur Stärkung wird im nahe gelegenen Euregiokolleg ein Mittagstisch angeboten.

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