Forum Medizin: In „Tumorkonferenz“ die beste Behandlung festlegen

Von: Karl Stüber
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Fachmann für und bei Krebserkrankungen: Dr. Christoph Maintz von der Hämatologisch-Onkologischen Praxis in Würselen.

Nordkreis. Wer zu Dr. Christoph Maintz oder zu seiner Kollegin Dr. Christiane Hinske in die gemeinsam betriebene Hämatologisch-Onkologische Praxis in Würselen kommt, weiß häufig, dass er an einem Tumor leidet oder dies der überweisende Arzt, zumeist der Hausarzt, vermutet. Gerade für „neu“ an Krebs erkrankte Patienten ist dies ein Schock, ja eine menschliche Tragödie.

Und eine Reihe existenzieller Fragen stellen sich, nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für seine von ihm gegebenenfalls abhängige Familie. „In unserer Praxis stehen wir den Patienten, die in den verschiedensten Stadien der Erkrankung zu uns kommen, in allen Belangen mit Rat und Tat zur Seite“, betont Maintz. „Bei dem Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der Thoraxorgane, also auch der Lunge, koordinieren wir die diagnostischen Maßnahmen.

Bei Bronchialkarzinomen benötigen die Patienten leider meist eine onkologische Therapie“, sagt Maintz. Patienten werden der Hämatologisch-Onkologischen Praxis auch bei einer therapiebedürftigen Erkrankung durch das Krankenhaus zugewiesen. Außerordentlich wichtig für Unheilbare : Im letzten Stadium der Erkrankung übernimmt das Team von Maintz die Koordination der palliativmedizinischen Maßnahmen, um den Patienten zu ermöglichen, zu Hause zu sterben.

Maintz gehört zu den Medizinern, die am zweiten Forum Medizin unserer Zeitung und des Medizinischen Zentrums (MZ) in Würselen am Mittwoch, 22. Oktober, im Alten Rathaus teilnehmen. Thema: „Atemlos – Erkrankungen der Lunge“. Er ist seit fast 16 Jahren in Würselen niedergelassen, seit acht Jahren ist Kollegin Hinske in der Praxis tätig. Den Standort Würselen für die Onkologische Praxis hat er unter anderem mit Blick auf das Medizinische Zentrum und die sich daraus ergebende Zusammenarbeit bei der Betreuung von Krebskranken gewählt.

Wichtig ist aus Maintz‘ Sicht, dass die Festlegung der therapeutischen Maßnahmen auch bei Krebsbefall der Lunge interdisziplinär besprochen werden, um alle Möglichkeiten im Sinne des Patienten auszuschöpfen. Regelmäßig werden in der Praxis in einer „interdisziplinären Tumorkonferenz“ unter Beteiligung von Lungenärzten, Pathologen, Strahlentherapeuten, Chirurgen und Onkologen einzelne Fälle durchgesprochen. Genauso wichtig ist laut Maintz die Koordination aller therapeutischen Maßnahmen, „damit dem Patienten jemand zur Seite steht, der die Nebenwirkungen kennt.“ Denn: „Selbst ein engagierter Hausarzt ist während der Therapie hierzu nur sehr eingeschränkt in der Lage.“

Die Möglichkeiten einer systematischen Therapie des Fortgeschrittenen Bronchialkarzinoms umfassen Chemotherapie, sogenannte „zielgerichtete“ Therapiemaßnahmen und Antiangiogenese, wobei dem Tumor die Versorgungszufuhr über die Blutgefäße abgeschnitten wird. Und in Zukunft wird auch die Immuntherapie zur Verfügung stehen, wie Maintz sagt. Die systemische Therapie des Bronchialkarzinoms ist zurzeit einer sehr dynamischen Entwicklung unterworfen.

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