Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath zeigt Werkevon Jáchym Fleig

Von: Nina Krüsmann
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Geschäftsführer Erich Lantin und Künstler Jáchym Fleig mit dem Werk „Foliation“ im Eingang. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Architektur und räumliche Situationen inspirieren Jáchym Fleig. Seine Skulpturen und Installationen erinnern an Gebilde aus der Natur, etwa Wespennester und andere Tierbauten. Diese scheinbare Nähe zur Natur folgt aber dem strategischen Kalkül künstlerischer Inszenierung.

Natur kann wie Kunst aussehen, aber auch umgekehrt. In seiner aktuellen Ausstellung „Menu“ im Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath zeigt Fleig Werke aus den Jahren 2012 bis 2014 sowie ein eigens für den Eurode-Bahnhof konzipiertes Stuckband. Diese Installation korrespondiert mit den Stuckverzierungen an der Decke des Ausstellungsraums.

Viele Freunde der Kunst fanden den Weg zur ersten Vernissage des neuen Jahres im Forum. Geschäftsführer Erich Lantin begrüßte die Gäste, Forums-Leiter Professor Fritz G. Rohde führte in Leben und Werk des Künstlers ein. Jáchym Fleig wurde 1970 in Villingen-Schwenningen geboren. Er studierte in Stuttgart, Dresden und London, hatte seit 2002 eine große Zahl an Einzel- und Gruppenausstellungen, lebt heute in Trier. 2012 war er Teilnehmer des Eurode-Kunstpreises. „Es ist das erste Mal, dass ein Teilnehmer dieses Preises eine eigene Ausstellung bei uns hat“, sagt Lantin.

Für seine skulpturalen Eingriffe nutzt der Künstler profane Baumaterialien, aus denen er organische Formen und Flächen zurückgenommener Farbigkeit generiert. Sein Werk „Foliation“ im Eingangsbereich zeigt geologisch anmutende Erdschichten, die aus Stuckgips, Wabenkarton und einem Industrie-Wandregal gebaut sind.

Eine Arbeit namens „Parabiose“ füllt den Hauptausstellungsraum, ist aus MDF-Möbelmodulen in leuchtendem Rot gearbeitet und bedeutet übersetzt aus dem lateinischen „Beziehung zwischen zwei Organismenarten“. Jáchym Fleigs Arbeitsprozess ist dem des „Bildhauers“ entgegengesetzt. „Er formt nicht durch das Abtragen von Materie, sondern durch das hinzufügende Prinzip des Modellierens. Die Plastiken sind aus leicht formbarem Material wie etwa zwei Komponenten Polyurethan, Gips, Pappen und Holzkonstruktionen“, erklärt Lantin.

Jáchym Fleigs Ausstellung „Menu“ im Forum für Kunst und Kultur ist bis 14. Februar dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr im Eurode Bahnhof, Bahnhofstraße 15 zu sehen.

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