Fortbestand forciert: VabW soll umziehen

Von: Holger Bubel
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Zweite Chance: Beim VabW erhalten junge Erwachsene die Chance, beruflich „noch die Kurve zu kriegen“. Foto: Stock

Nordkreis/Eschweiler. Bernd Mortimer von der ABU wollte es genau wissen in der jüngsten Alsdorfer Ratssitzung: „Wann ist das VabW-Gebäude in Ofden geräumt, wie sieht es mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten aus?“ Diese „neuen“ Gebäude sind nach den Plänen von Rat, Verwaltung und VabW (Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung) in Kellersberg angesiedelt.

Einer neuen Bestimmung werden die alte Grundschule am Nordring und das VHS-Gebäude am Ostring zugeführt. „Bis zum Herbst wird in Ofden geräumt sein“, konnte Bürgermeister Alfred Sonders in der Sitzung dann auch mitteilen.

Bis dahin werden die beiden älteren Bestandsgebäude hergerichtet und endgültig bezugsfertig sein. Kosten dafür: insgesamt 400.000 Euro. 50.000 Euro davon entfallen am Ostring etwa auf die Dachsanierung, die im vollen Gange ist, und auf eine bedarfsgerechte Umwandlung der Logistik. Der Restbetrag von 350.000 Euro soll in die Ertüchtigung der ehemaligen Grundschule investiert werden: So wird unter anderem das Hallendach saniert, Büros und Unterrichtsräume werden auf Fortbildungsstandard gebracht. Teilweise werden die beiden Schulen bereits jetzt vom VabW genutzt.

Dass der VabW überhaupt in seinem Fortbestand gesichert ist, ist nicht zuletzt dem Mitbegründer, dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Hans Vorpeil geschuldet. Dieser hatte sich im vergangenen Jahr in einem Solidaritätsappell lautstark dafür eingesetzt, dass die Kosten für den VabW gerecht auf alle Schultern der Nutznießer dieser Einrichtung verteilt werden.

Zur Erinnerung: Eschweiler, neben Alsdorf und Würselen – die beiden anderen verbliebenen Mitglieder – hatte angekündigt, aus dem VabW-Verbund auszutreten, wenn nicht alle städteregionalen Kommunen sich mehr an der Finanzierung beteiligten. Das hätte das Aus für den VabW bedeutet, denn die beiden ebenfalls sehr klammen Städte Alsdorf und Würselen (hier wäre in Folge auch der Fortbestand des Euregio-Kollegs gefährdet gewesen), hätten die Finanzierung alleine nicht stemmen können.

Im Auftrag des ausgedünnten Mitgliederverbundes hatte Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders einen Antrag bei der Städteregion gestellt, der vorsah, dass die übrigen Kommunen mit ins Finanzierungsboot geholt würden. Mit Erfolg! Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Städteregionstag dem Antrag zugestimmt, was bedeutet, dass die Zuschüsse der Städte Alsdorf, Würselen und Eschweiler für den VabW von der Städteregion übernommen werden, auch wenn deren Beiträge bleiben. Für Alsdorf bedeutet das exemplarisch eine jährliche Entlastung des Haushalts von 33.000 Euro, ähnliches gilt für Würselen, etwas mehr ist es in Eschweiler (abhängig von der Einwohnerzahl).

Und wie schätzen das die anderen Kommunen ein? „Ich finde das vollkommen in Ordnung“, sagt etwa Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch, „es hat bei uns im Stadtrat einen einstimmigen Beschluss zur Städteregionsumlage gegeben.“ Herzogenrath hatte sich bislang mit einem freiwilligen Zuschuss am VabW beteiligt, war bis zum Haushaltssicherungskonzept im Jahr 2005 selbst Mitglied des VabW-Verbundes. Baesweiler hatte sich bislang ganz aus der Finanzierung herausgehalten, leistete seinen Beitrag lediglich über die Städteregion. Doch hier werden die Abgaben der Umlage jetzt auch im Hinblick auf die Finanzierung des VabW steigen.

Gerecht findet das nicht nur Hans Vorpeil, der in seinem Solidaritätsappell darauf hin gewiesen hatte, dass 55 Prozent der Maßnahmenteilnehmer aus nicht zahlenden Kommunen den VabW besuchten.

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