Forschungsprojekt „Einsteins Kinder“ zieht Zwischenbilanz

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Geschichten zeigen Wirkung: Auch in der Herzogenrather Regenbogenschule empfinden die Kinder Erzählungen als große Bereicherung.

Herzogenrath. „Kinder im Allgemeinen, doch besonders jene mit sozialen und emotionalen Problemen oder mit Migrationshintergrund profitieren in ihrer Entwicklung, wenn sie Geschichten und Märchen erzählt bekommen“, sagt Regina Sommer, professionelle Erzählerin und Initiatorin von „Einsteins Kinder“. In dem auf drei Jahre angelegten Projekt soll dieses belegt werden.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von Prof. Thomas Hennemann von der Universität Köln, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin und bislang neun Studenten. 167 Schüler an vier Schulen in Herzogenrath, Aachen und Weil bei Stuttgart nehmen an der Pilotstudie teil.

Die Hälfte dieser Kinder (die Erzählkinder) hören Geschichten, der andere Teil bildet die Kontrollgruppe. Sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf zeigen sich auch Rene Heeg, Schulleiter der „Regenbogenschule“ in Herzogenrath und Bruno Barth, Vorsitzender des Herzogenrather Ausschusses Bildung, Sport, Kultur. Nach zwölf Monaten können erste Ergebnisse präsentiert werden. Und dies wissenschaftlich äußerst signifikant!

In den Klassen entwickelte sich ein Verständnis für soziale Situationen, das Klassenklima erfuhr eine deutliche Verbesserung und Ängste nahmen ab. Dieses einmalige erfolgreiche Projekt ist jedoch wegen fehlender finanzieller Unterstützung gefährdet. Sponsoren, Mäzene, Firmen und Privatpersonen sind aufgefordert das Projekt finanziell zu fördern unter Förderverein Regenbogenschule, Konto: DE49 3905 000 000 0660 5984, Sparkasse Aachen, Stichwort „Einsteins Kinder“.

Regina Sommer stellt fest: „Im ersten Jahr erzähle ich ausschließlich Zaubermärchen aus den jeweiligen Herkunftsländern der teilnehmenden Kinder. Während des Hörens können die Kinder ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Sie kommentieren, ergänzen, fragen nach einem unbekannten Wort. Ihre Bemerkungen stören nicht, sondern sind ein Teil des Gesamten. ,Ich habe Angst!‘ ,Nein, das ist die dritte Aufgabe! Dann wird alles gut!‘ Die Kinder durchschauen bereits nach kurzer Zeit die Struktur der Märchen.

Sie vertrauen ihnen und dem positiven Ausgang für die Helden. Sie finden sich darin wieder, spiegeln sie doch oft ihre eigene Situation. Es macht sie mutiger, wacher, neugierig auf die Welt und ganz nebenbei wächst ihr passiver Wortschatz“. Nach dem Gehörten malen die Kinder Bilder dazu. Diese werden gesammelt und zu einem Buch gebunden.

Jedes Kind malt sein Bilder-Buch mit seinen Erinnerungen des Gehörten. Jeder sucht seinen Titel, entscheidet sich für die Farbe seines Umschlags. Gemeinsam wurde gehört, gefiebert, gelacht, sich geängstigt – individuell wird gemalt und hergestellt. Einsteins Kinder sind unterwegs!“ Weitere Infos auch unter www.reginasommer.de.

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