Förderverein „Haus des Grenzlandkarnevals“ will Domizil erweitern

Von: ehg
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Der Vorsitzende des Förderverein Haus des Grenzlandkarnevals, Reiner Spiertz, (2.v.r.) informierte über geplante Aktivitäten des Fördervereins. Im Hintergrund das Haus rechts möchte der Verein erwerben. Foto: W. Sevenich

Nordkreis. Der Förderverein „Haus des Grenzlandkarnevals“ des Verbands der „Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise“ (VKAG) hatte zwar im letzten Jahr einen Zuwachs der Mitglieder auf 78 zu verzeichnen.

Angesichts der zu stemmenden großen Auslagen war Präsident Reiner Spiertz über diese Entwicklung zwar erfreut, aber mit ihr längst nicht zufrieden. Er beklagte vor allem, dass bisher nur 29 von 162 Vereinen und Gesellschaften Mitglieder geworden sind. Dass nur drei Wirtschaftsunternehmen eine Mitgliedschaft erworben haben, bedauerte Spiertz nicht minder. „Wir werden im kommenden Jahr versuchen, die Wirtschaft in unserem Verbandsgebiet zu gewinnen“, gibt der Optimist Spiertz die Hoffnung nicht auf. Den Mitgliedern dankte er für die gewährte Unterstützung, „ohne die wir das Haus und unsere Archive nicht führen könnten“.

Wie der Präsident berichtete, wurde im Vorstand bereits die notwendige Erweiterung des Hauses an der Balbinastraße 3 in Würselen intensiv beraten. Einig sei man sich in ihm, „dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen sollten, das Nachbarhaus Balbinastraße 5 von der Pfarrei St. Sebastian zu erwerben“. Sie habe signalisiert, dass es diese Immobilie verkaufen wollte. Um die benötigte Summe von 80.000 Euro aufzubringen, sei bereits nach Sponsoren Ausschau gehalten worden. „Leider ohne Erfolg!“

Um mit ihren Spenden dem Verband, den Kauf zu ermöglichen, habe er alle Firmen im Nordkreis angeschrieben. Jetzt müsse man – so Spiertz – die Resonanz abwarten. Im Klartext: „Wir werden keine risikobehaftete Finanzierung dieses Projektes eingehen.“

Wie der Förderverein feststellte, hat sich auch im letzten Jahre im Haus Balbinastraße 3 eine Menge getan. Der Archivraum im ersten Obergeschoss wurde neu gestaltet, das Zeitungsarchiv mittlerweile mit großen Regalen versehen und der Ausstellungsraum im Erdgeschoss ist so hergerichtet worden, dass interessierte Gäste vieles von dem in Augenschein nehmen können, was im Laufe der Zeit von 2006 an gesammelt worden ist. Ausgeführt wurden die 2013 noch ausstehenden restlichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten. Die Aufpflasterung rund um das Haus wurde abgeschlossen. Lediglich das Flies an der Vorderseite steht noch aus.

Trocken gelegt wurden die Kellerräume, damit auch diese einer Nutzung zugeführt werden konnten. In ihnen wurde zwischenzeitlich das gesamte Ordensarchiv mit seinen 14.000 Sammlungsstücken untergebracht. Auch wurde eine Teilfläche als kleiner Gesellschaftsraum hergerichtet. Es wurden insgesamt 11.000 Euro investiert. Ein großer Erfolg war für Spiertz die Einladung an die Tollitäten aus dem Verbandsgebiet. Mehr als 30 Vereine und Gesellschaften statteten ihm mit ihren amtierenden Narrenherrscher in der Session einen Besuch ab. Sie seien, so der Präsident, nicht nur erstaunt über das Geschaffene, sondern sogar begeistert gewesen. Mittlerweile umfasst das von Archivar Bernd Simons geführte Museum an die 60.000 Archivalien.

„Wir können ,eine im linksrheinischen Raum einmalige Sammlung präsentieren“, konstatierte Spiertz voller Hoffnung, was die Zukunft anbetrifft. Es sollen im laufenden und im kommenden Jahr weitere Anträge zur Unterstützung gestellt werden. Dringend benötigt werden weitere ehrenamtliche Mitarbeiter, die bei der Archivierung und Dokumentation der Sammlerstücke behilflich sein können. Wie von den bisher tätigen sieben ehrenamtlichen Mitstreitern zu erfahren sei, mache die Arbeit Spaß, auch Nicht-Karnevalisten.

Für den verhinderten Kassenwart legte der Präsident dessen Rechenschaftsbericht vor. Dass die Kassengeschäfte ordnungsgemäß geführt worden seien, bestätigte Revisor Wolfgang Eichelmann. Die einstimmige Entlastung des Vorstandes war Formsache.

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