Würselen - „Förderkreis Asyl Würselen“ lädt zum Mitmachen ein

„Förderkreis Asyl Würselen“ lädt zum Mitmachen ein

Von: -ks-
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Stellte den neuen Förderverein Asyl vor: Jürgen Hohlfeld. Foto: sev

Würselen. Es gibt natürlich bereits Asylbewerber in Würselen – und das schon seit langem. Und es gibt eine stetig wachsende Willkommenskultur, an der der bewährte Arbeitskreis Asyl großen Anteil hat. Aus dieser Gruppe ist vor kurzem der neue Verein „Förderkreis Asyl Würselen“ hervorgegangen, mit Jürgen Hohlfeld an der Spitze. In Würselen ein für sein soziales Engagement bekannter Bürger.

Dies geschah, um für die stetig weiter wachsenden Aufgaben mehr Mitstreiter zu finden und als gemeinnützige und sozial engagierte Initiative Spenden und Fördermittel einwerben zu können, wie Hohlfeld bei der Vorstellung des Vereins im Sozialausschuss deutlich machte. Hohlfeld erinnerte angesichts der aktuellen „Bewährungsprobe für die Ideale von EU, Deutschland und auch Würselen“ an das Ende des Zweiten Weltkrieges und die folgende Aufnahme von „unglaublich vielen Flüchtlingen“ („Ich war einer von ihnen“). Und an die vielen Flüchtlinge aus Bosnien. „Jetzt sollten wir genauso handeln.“

Der neue Verein zählt laut Hohlfeld etwa 60 Mitglieder. „Wir brauchen noch mehr ehrenamtliche Helfer. Da muss man aber nicht Mitglied sein.“ Lob gab es für die Stadt Würselen: „Die Verwaltung leistet in Flüchtlingsfragen, bei Unterbringung und Versorgung großartige Arbeit.“ Die Betreuung sei hingegen wohl eher eine ehrenamtliche Aufgabe.

Hildegard Hüring berichtete ausgiebig von der praktischen Arbeit des Förderkreises. So würden zum Beispiel Ehrenamtler bei der Vermittlung von Sprachkompetenz helfen. Sicherlich nicht zertifizierungsfähig, aber gut dazu geeignet, sich über das Notwendigste austauschen zu können. Gerne würde der Förderkreis den Aslybewerbern mehr professionell geleitete Deutschkurse finanzieren. Hier fehle aber das Geld. Der Bildungsgrad der eintreffenden Asylbewerber sei vollkommen unterschiedlich. Alle hier geläufigen Anforderungen des Lebens seien oft nur mit großen Aufwand und Engagement der Ehrenamtler zu erfüllen – von Behördengängen, über Korrespondenz bis hin zur Anmeldung von Wasser- und Strombezug in der neuen Unterkunft – aber auch das Erklären der deutschen Mülltrennung.

Die Vermittlung von Erziehungskonzepten in Kindertagesstätten und Schulen sei mit großen Verständigungsschwierigkeiten begleitet. Ein großes Problem ist laut Hüring die Wohnungssuche. Und immer sind die Leute des Förderkreises Asyl Würselen dabei und helfen. Große Probleme hat die Initiative mit der Annahme und weiteren Verwendung von Sachzuwendungen. Die zur Verfügung gestellten Möbel lassen sich im vom Verein in zwei ehemaligen Ladenlokalen an der Kaiserstraße betriebenen Treff nur ganz eingeschränkt unterbringen. „Wir brauchen eine Lagerhalle“, sagte Hüring. Auch ein Transporter wird dringend benötigt. Vorsitzender Hohlfeld lud alle an Asylarbeit interessierte Bürger zum Besuch des dienstags ab 18.30 Uhr stattfindenden Treffs, Kaiserstraße 118, ein.

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