Flüchtlinge ziehen in ein Ex-Bürogebäude

Von: nt
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Bürgermeister Arno Nelles (r.) nahm sich bei der Informationsveranstaltung viel Zeit auf die Fragen der Interessierten einzugehen. Die Sozialarbeiter Zahra Siahpoureh, Sonja Herlach und Cagdas Türkyilmaz (v.l.n.r.) werden die Flüchtlingsunterkunft betreuen und bei Anliegen für die Anwohner erreichbar sein. Foto: Nadine Tocay

Würselen. Rund 500 Asylbewerber zählt die Stadt Würselen momentan. In einer neuen Flüchtlingsunterkunft, einem ehemaligen Bürogebäude in der St.-Jobser-Straße, sollen in den kommenden Tagen rund 30 von ihnen einziehen. Für die Anwohner und Gewerbetreibenden der Umgebung wurde aus diesem Anlass ein Informationsabend veranstaltet, bei dem Bürgermeister Arno Nelles sich ausgiebig Zeit nahm, alle Fragen zu beantworten.

Die neue Unterkunft habe Platz, um 50 Flüchtige aufzunehmen, erklärte Nelles. Diese Kapazität werden aber aktuell nicht ausgelastet. Der überwiegende Teil der Flüchtlinge sei zuvor in der ehemaligen Albert-Schweizer-Schule „Helleter Feldchen“ untergebracht. Da dort nun umgebaut werde, sei ein Umzug nötig. Die vielen Interessierten sahen sich alle Räume genau an und erkundigten sich nach allen Fakten.

„Wir versuchen nach Möglichkeit, bestimmte Ethnien zusammenzubringen“, berichtete Nelles ihnen. Überwiegend Männer, die zwischen 18 und 35 Jahre alt sind und aus Indien, Pakistan, Bangladesch, Syrien und Afghanistan kommen, werden dort einziehen. Die meisten von ihnen sind sich schon bekannt. „Sie kennen sich von Sprachkursen, aus der Einrichtung oder von gemeinnütziger Arbeit“, so der Bürgermeister. Ziel sei es, sie mit und mit in eigenen Wohnungen unterzubringen, aber das Angebot an freiem, bezahlbarem Wohnraum sei begrenzt.

Während die Asylbewerber in der Unterkunft sind, werden sie von drei Sozialarbeitern und vielen Ehrenamtlichen betreut, die ihnen die deutsche Sprache und Umgangsformen näherbringen. Falls es Verständigungsprobleme gibt, stehen die Fachkräfte mit ihren eigenen Sprachkenntnissen zur Verfügung. „Wir sprechen Kurdisch, Türkisch, Englisch, Urdu, Hindi, Farsi und Arabisch“, erläuterte eine der Sozialarbeiterinnen, Sonja Herlach.

Begegnungsfest geplant

Doch nicht alle Anwohner freuten sich über eine Unterkunft in ihrer Umgebung. Wie es denn mit ihrer Sicherheit aussehe, fragte eine Frau. Nelles versuchte, sie zu beruhigen: „Wir nehmen ihre Bedenken sehr ernst, gehen jedem kleinsten Ansatz nach“, versprach er. Aber es gebe keine belegbaren Gründe zur Sorge, betonte er.

Um eventuelle Ängste abzulegen, ist ein Begegnungsfest geplant, bei dem sich die Anwohner und Bewohner kennenlernen können. „Spätestens dann werden ihre Bedenken sicher ausgeräumt“, ist Bürgermeister Arno Nelles sich sicher.

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