Flüchtlinge: Helfer brauchen Unterstützung

Von: Karl Stüber
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Bitten um Spenden für gezielte Förderung von Flüchtlingskindern an den Verein zur Förderung der Jugendhilfe: (v.l.) Herbert Zierden, Nathalie Thomé und Hans Brings. Foto: Karl Stüber

Würselen. Mit der Erstaufnahme von Flüchtlingen und der dann folgenden konkreten Zuweisung zu einer bestimmten Kommune ist es natürlich nicht getan. Die Asylbewerber brauchen mehr als Nahrung, Kleidung und Unterkunft. Sie benötigen Betreuung. Dabei sind staatliche Stellen allein überfordert – angesichts der Zahl der Neuankömmlinge kein Wunder. Zum Glück ist die Hilfsbereitschaft in Würselen groß.

Zu den Helfenden gehört der Verein zur Förderung der Jugendhilfe Würselen, der eng mit dem Jugendamt der Stadt kooperiert, um gerade die Schwächsten unter den Hilfsbedürftigen, also Kinder und Jugendliche, gezielt zu unterstützen. Und auch diese Helfer brauchen Beistand, in diesem Falle finanziellen.

„Einige der Projekte sind durch die öffentliche Hand nicht ausfinanziert. Angesichts des Bedarfs ist Aufstockung notwendig“, bittet Herbert Zierden, im Rathaus zuständig für soziale Angelegenheiten, um Spenden an den Verein zur Förderung der Jugendhilfe und steht bei Fragen gerne zur Verfügung.

„Miteinander lernen“

Hans Brings sagt, dass der im Verein – im Jahre 1997 ursprünglich zur Unterhaltung eines Opferfonds für den Täter-Opfer-Ausgleich gegründet – die Schwerpunkte mit den Jahren zugunsten der Unterstützung benachteiligter Heranwachsender verändert hat.

Nathalie Thomé, Mitarbeiterin des Jugendamts, nennt konkrete, unterstützungswürdige Projekte. So wird seit dem Jahre 2013 „Miteinander lernen“ in Kooperation mit der evangelischen Kirche, der katholischen Fachhochschule und der RWTH Aachen angeboten.

Dabei werden Kinder aus von Armut bedrohten Familien oder mit Migrationshintergrund, die sich keinen Nachhilfeunterricht leisten können, von Lehramtsstudenten betreut. Derzeit werden 37 Kinder gefördert.

„Flüchtlingskinder haben das Problem, dass sie dem Unterricht gar nicht folgen können, da sie die Sprache nicht kennen“, sagt Zierden. Deshalb, so Thomé, soll nun zusätzlich eine spezielle Fördergruppe eingerichtet werden.

Da dies als eine „freiwillige Ausgabe“ der Kommune gilt, diese aber als Stärkungspaktkommune strengen Auflagen unterliegt, bittet der Verein zur Förderung der Jugendhilfe hierfür um Spenden, um Sachmittel und Aufwandentschädigung zu finanzieren.

Zudem braucht man Mittel zur Förderung und zum Ausbau der regelmäßig stattfindenden „Mutter-Kind-Gruppen“, die dreimal die Woche im alten Bahnhof zusammenkommen. Hier geht es speziell darum, Alltagsdeutsch zu vermitteln und auch den Teilnehmerinnen (nebst Kindern) die in Deutschland üblichen Abläufe und Zusammenhänge nahezubringen.

Spenden werden auch hier benötigt, um die notwendigen Mittel bereitzustellen. Brings sagt: „Wir haben da sehr gute Leute. Es geht dabei auch darum, diesen Perspektiven zu bieten und ihre Beschäftigung zu sichern.“

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