Flovericher freuen sich auf ein Jubiläum

Von: Stefan Schaum
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Detailplanung seit zwei Jahren: Floverichs Brudermeister Daniel Koch hat zum Bezirksschützenfest Großes vor. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Am Festsonntag könnte Floverich sich glatt verzehnfachen. Viel los ist zwar eigentlich immer, wenn die St.-Willibrordus-Schützenbruderschaft feiert, doch weil sie in diesem Jahr 125 Jahre alt wird, lädt sie zum Bezirksschützenfest ein. Und das bedeutet: Ausnahmezustand!

Man kann es leicht ausrechnen: Das Dörfchen an Baesweilers nördlichem Zipfel hat knapp 380 Einwohner und bloß ein paar Straßen, durch die am Sonntag, 2. Juli, 25 Bruderschaften plus Musikvereine ziehen werden.

„Bis zu 3000 Gäste können das schon werden“, blickt Brudermeister Daniel Koch voraus. Also ist bei der Planung Augenmaß nötig, damit der Festzug am Ende nicht in sich selbst hineinsteuert. So viele Ausweichmöglichkeiten gibt es schließlich nicht in Floverich. Und Parkplätze auch nicht, weshalb die Ausfallstraße Richtung Immendorf am Festsonntag komplett dicht gemacht wird, damit die Autos am Straßenrand Platz finden. „Es gibt so viele Details, auf die man achten muss“, sagt Daniel Koch, der mit seinen Schützen bereits vor zwei Jahren mit der Planung begonnen hat.

Es geht hier ja im Grunde auch nicht nur um ein Fest. Es geht vor allem darum, zu zeigen, wie vital das Schützenwesen im Dorf geblieben ist. Dass es immer noch ein Motor ist, ein verbindendes Element. In Zahlen ausgedrückt: Von den 380 Floverichern sind 110 in der Bruderschaft, gut 50 von ihnen als aktive Mitglieder. Auch bei den Jungschützen gibt es Zulauf: rund 15 unter Zehnjährige sind es derzeit, dazu kommen zehn Mitglieder unter 24 Jahren.

„Das ist schon ‘ne Hausnummer“, sagt Daniel Koch. Nein, um den Fortbestand der Schützen sei ihm da nicht bange. Mit der Zeit gehen müsse man indes. Dinge anbieten, die nicht zum klassischen Bereich des Schützenwesens gehören. Wie den Dorfputz etwa, zu dem die Schützen zweimal im Jahr einladen, um Beete, Wegekreuze und vieles mehr auf Vordermann zu bringen. Oder die Bastelnachmittage für Kinder, die auch über die Dorfgrenzen hinaus Anziehungskraft entfalten. Tradition wahren?

Ja. Neues wagen? Auch. Mit einem Rockabend und Live-Bands für jüngeres Publikum fahren Floverichs Schützen schon seit ein paar Jahren gut zum Auftakt ihrer Schützenfeste. Das wird es auch diesmal geben. Ihr komplettes Programm zum Bezirksschützenfest wollen die Schützen in wenigen Tagen vorstellen. So viel darf aber angenommen werden: Das komplette Dorf wird auf den Beinen sein.

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