Alsdorf - Flotter am Brandherd dank neuer „Rathauswache“

Flotter am Brandherd dank neuer „Rathauswache“

Von: Stefan Schaum
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Jetzt aber flott: Raus aus dem Rathaus und rein in den Wagen – das soll für die freiwilligen Helfer aus der Alsdorfer Verwaltung künftig ohne Umwege möglich sein. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Im Kampf um jede Minute spielt der Keller des Alsdorfer Rathauses künftig eine große Rolle. Denn dort gibt es jetzt einen Raum, in dem sieben Mitarbeiter der Verwaltung im Ernstfall in ihre Feuerwehrausrüstung springen und dann zum Mannschaftswagen eilen können, der gleich hinterm Gebäude steht. Von da aus geht es ohne Umwege zum Einsatzort.

Einen großen Zeitvorteil soll diese „Rathauswache“ bringen, die am Dienstag offiziell gestartet ist. Personell gut bestückt war die Verwaltung aus Sicht der Feuerwehr bereits zuvor. „Wir begrüßen es immer, wenn wir Mitarbeiter finden, die sich auch in der Feuerwehr engagieren“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders. Doch mussten die Verwaltungskräfte bislang wie alle freiwilligen Helfer zunächst einmal zur Wache fahren, sich dort umziehen und dann ausrücken. Ein Zeitfresser, der während der Dienstzeit nun für die Helfer im Rathaus wegfällt. „Dadurch sind locker fünf Minuten Zeitersparnis drin, vielleicht auch mehr“, begrüßte am Dienstag der Alsdorfer Wehrleiter Peter Adenau das neue Konzept. „Und das können ganz entscheidende Minuten sein!“ Dass das Fahrzeug, das auf dem hinteren Parkplatz der Verwaltung steht, mit Blaulicht und Martinshorn ausgestattet ist, versteht sich. Alles nach der Devise: Bloß keine Zeit verschenken!

Etwas länger hat es allerdings gedauert, die Rathauswache einzurichten. Schon vor Jahren gab es erste Versuche, doch scheiterte es bislang am Personal und anderen Dingen. Umso mehr freut es den Wehrchef und Bürgermeister Sonders, dass die Helfer aus der Verwaltung das Heft nun selbst in die Hand genommen haben. „Die haben sich in Eigeninitiative dafür eingesetzt, dass da was draus wird. Das ist schon eine richtig eingeschworene Truppe für sich“, sagte Sonders.

Zuwachs gab es obendrein. Konnten im Rathaus bislang bei Einsätzen Andreas Cremer, Philipp Hüttig, Elmar Joerissen, Holger Nelles und Stephan Nießen ausrücken, sind künftig mehr an Bord. Denn zwei Verwaltungsmitarbeiter waren zwar bislang auch in der Feuerwehr aktiv, aber als Mitglieder in anderen Löschzügen: Stefanie Frohn in Aldenhoven und Martin Erkens in Gangelt. Damit fielen sie aus versicherungstechnischen Gründen für Alsdorf flach. Doch über eine so genannte „zweite Mitgliedschaft“ ließ sich das regeln. Peter Adenau: „Künftig können sie bei unseren Einsätzen mit raus.“ Und zwar im neuen Eiltempo.

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