Herzogenrath - Flobert-Schützen-Gesellschaft Bank: Nach 118 Jahren ist jetzt Schluss

Flobert-Schützen-Gesellschaft Bank: Nach 118 Jahren ist jetzt Schluss

Von: fs
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Josef Zimmermann mit dem Schützensilber der Flobert-Schützengesellschaft Bank 1899. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Nach 118 Jahren hat sich die Flobert-Schützen-Gesellschaft Bank aufgelöst. In den letzten Jahren wurden die aktiven Schützen immer weniger. Zuletzt waren es noch vier Schützen, aber mit der Personalstärke kann man keinen Verein aufrechterhalten.

„Und so haben wir uns schweren Herzens entschlossen“, so der Vorsitzende und Ehrenpräsident Josef Zimmermann, „den Verein aufzulösen und beim Amtsgericht in Aachen löschen zu lassen.“

Es war im Jahre 1899, als sich im Ortsteil Bank, damalige Gemeinde Richterich, interessierte Bürger zusammenfanden, um gemeinsam den Schießsport auszuüben. Diese ersten gemeinsamen schießsportlichen Übungen mit Flobertgewehren fanden im Banker Spähnbruch statt. In der Gaststätte Peter-Josef Beckers in Bank, Haus-Heyden-Straße 103, erfolgte dann die eigentliche Gründung der Gesellschaft.

Als Vereinsname wurde festgelegt: Flobert-Schützen-Gesellschaft Bank 1899. Noch im selben Jahr wurde zum ersten Mal ein Königsschießen realisiert. Erster Schützenkönig wurde Heinrich Mainz. Aus diesem Gründungsjahr sind leider keine Unterlagen erhalten geblieben. Der ganze Stolz und Beweis der Gesellschaft für die Gründung im Jahre 1899 ist die Königsplakette des ersten Schützenkönigs. Durch die Weltkriege sind nahezu alle Unterlagen verloren gegangen.

Ein Bild der Gesellschaft aus dem Jahre 1910 ist erhalten geblieben. Dem letzten Schützenkönig vor dem Zweiten Weltkrieg, Peter Moors, aus der Grachtstraße, hat es die Gesellschaft zu verdanken, dass das Königssilber und die Vereinsfahne erhalten geblieben sind. Anfang des Jahres 1950 wurde die Gesellschaft wieder zu neuem Leben erweckt. Nachdem das Mitglied Willi Nussbaum einen Platz auf seinem Grundstück zur Verfügung gestellt hatte, konnte durch tatkräftigen Einsatz aller Vereinsmitglieder eine eigene Schießanlage in der Haus-Heyden-Straße im Jahr 1974 errichtet werden.

Da die Firma Nussbaum den Schützenplatz später selbst für das eigene Geschäft benötigte, war der Verein gezwungen, sich eine neue Bleibe zu suchen. Nach langem Suchen und mit Unterstützung der damaligen Bürgermeisterin Petra Meisler war endlich eine geeignete Schützenwiese gefunden. Die Familie Zimmermann übernahm den Ankauf der Wiese Haus-Heyden-Straße 79 a.

Seitdem können die Schützen diese Wiese nutzen, sie ging in ihren Besitz über. Die Einweihung erfolgte am 9. Juni 1995 durch Pfarrer Ruijling und Bürgermeisterin Petra Meisler. Das letzte Königsschießen fand im Jahre 2016 statt. Königin wurde Hanni Wilpert, die beim Schützenempfang der Stadt sich als letzte Vertreterin ihrer Gesellschaft ins goldene Buch eintragen durfte.

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