Fleißige Helfer verdienen dickes Lob

Von: ath
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Ein starkes Team: Die Renovier
Ein starkes Team: Die Renovierungsarbeiten im Kinderheim machen Fortschritte. Unterstützung erhält die Einrichtung von Mitarbeitern der Deutschen Bank Alsdorf und Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. Zwei Stunden anpacken, und ein Großteil war geschafft. Im Kinderheim St.-Hermann-Josef in Merkstein wird derzeit fleißig renoviert. In den 50 Jahre alten Gebäuden, in denen die drei Wohngruppen untergebracht sind, werden seit Februar im Innenbereich saniert. Die Elektroinstallationen sowie Teile der Haustechnik werden erneuert und die Räume an die aktuellen Brandschutzbestimmungen angepasst.

Im Anschluss werden die Wohngruppen komplett renoviert. Beim Ausräumen der zweiten Wohngruppe hatte das Mitarbeiterteam des Kinderheims nun zusätzliche helfende Hände zur Unterstützung. Das Team der Deutschen Bank Alsdorf und Herzogenrath-Merkstein packte im Rahmen einer Aktion für den guten Zweck kräftig mit an. Einen Samstagvormittag schleppten die Banker Möbel und Waschmaschine hinauf auf den Speicher, wo sie zwischengelagert werden und halfen bei den weiteren Vorbereitungen für die Handwerker.

Motivierte Kollegen

Christoph Pontzen, der in der Nachbarschaft des Kinderheims wohnt, war auf die Arbeiten aufmerksam geworden und hatte seine Kollegen zur Unterstützung angestiftet. „Jeder Mitarbeiter kann pro Jahr 250 Euro zur Unterstützung in ein Projekt seiner Wahl investieren. Maximal vier Mitarbeiter können sich zusammenschließen. Bedingung ist, dass nicht nur gespendet, sondern aktiv mit angepackt wird.” Drei Kollegen, die sich beteiligen, waren schnell gefunden. Der Rest des Filialteams fand das Projekt so klasse, dass es freiwillig auch mithalf. Zu zehnt gingen die Arbeiten zügig von der Hand, waren die Räume in Rekordzeit leer. Im Anschluss ans Arbeiten wurde noch mit allen Kindern und Jugendlichen gemeinsam gegrillt.

Kinderheim-Leiterin Rosi Sommer war begeistert von ihren Helfern: „Man merkt, wenn viele Hände anpacken. Zu zweit hätten wir dafür deutlich länger gebraucht. Daher, ein dickes Danke!” Gut unterstützt wird die Einrichtung auch von Seiten ihres Trägers, der Pfarre St. Willibrord, die sich auch nach dem Weggang der Hiltruper Missionsschwestern 2009, entschieden hat, ihr Kinderheim zu behalten. Der Kirchenvorstand hat die Baumaßnahme genehmigt und stellt die entsprechenden Mittel zur Verfügung.

In den Tagen zuvor, war die Wohngruppe bereits mit alle ihren Sachen ins Haupthaus hinüber gezogen, wo sie für die Zeit der Renovierung ihr Ausweichzuhause haben. „Wir haben alles in Wäschekörbe gepackt und schon mal rüber gebracht”, erzählt Bastian (12). Neben ihren eigenen Zimmern, haben sie auch gemeinsam alle Schränke und Regale in Küche, Gemeinschaftsraum und Keller leergeräumt und kräftig ausgemistet. „Teilweise war das das erste Mal, seit dem Einzug 1961. Da kann man sich vorstellen, was wir da alles entdeckt haben”, lacht Rosi Sommer. Sie ist froh, dass das so reibungslos klappt und vor allem, über die seit dem Weggang der Schwestern ungenutzte erste Etage im Haupthaus. „Sonst hätten wir ein Haus anmieten müssen, was nicht optimal gewesen wäre. So behalten die Kinder ihren gewohnten Schulweg und weitestgehend ihre vertraute Umgebung.” Sicher, sie müssten jetzt in der Gruppe etwas mehr zusammenrücken und bei einem Badezimmer für neun Kinder, sei auch Improvisation gefragt. „Das ist wie in jeder Familie auch, wenn ein Umzug oder eine Renovierung ansteht”, sieht sie das jedoch pragmatisch. Auch die Kinder finden es eher spannend als nervig. Zumal es sich lohnt, wie Wohngruppe drei, in der die Arbeiten schon fast abgeschlossen sind, weiß. Alle Räume sind wieder schick und frisch wärmegedämmt und tapeziert. Da könne man sich wieder richtig wohl fühlen, sind sich Paris (5) und Celine (12), zwei der hier untergebrachten Kinder einig.

Das ist auch Ansporn für die Helfer gewesen, neben 1000 Euro auch ihren Samstag zu spenden. Es sei doch für eine gute Sache und habe außerdem viel Spaß gemacht, mal etwas anderes gemeinsam mit den Kollegen zu tun, so die durchgängigen Kommentare.

Einrichtung der Jugendhilfe

Das Kinderheim St.-Hermann-Josef ist eine Einrichtung der Jugendhilfe. Zurzeit leben hier 27 Kinder im Alter zwischen fünf und 18 Jahren. Jeweils neun Kinder und Jugendliche bilden eine geschlechtsgemischte Wohngruppe. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen ein Lebensumfeld zu bieten, ein Zuhause in dem sie sich entsprechend ihren Möglichkeiten altersgemäß entwickeln können, mit allem was dazugehört, vom gemeinsamen Alltag, mit Hausaufgaben und Helfen im Haushalt, mit Feiern und Streiten. Für einige ist die Wohngruppe Zuhause auf Zeit, andere bleiben dauerhaft. Die Betreuer leben nicht fest in den Gruppen, sondern wechseln sich so ab, dass rund um die Uhr immer jemand da ist.
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