Fischerheim: Gefahr durch explosives Gemisch

Von: bea
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Eine durchtrennte Gasleitung hat in Alsdorf am Dienstag einen Polizeieinsatz ausgelöst. Symbolfoto: dpa

Alsdorf. Brenzliger Einsatz für Alsdorfs Wehr am späten Dienstagvormittag: Rund um das Restaurant hinter dem Verkehrsübungsplatz am Weiher war Gasgeruch vernommen worden. „Gekappte Gasleitung“ lautete das Meldebild, das sich bei Eintreffen der Wehrleute bestätigte.

Wie sich herausstellte, war eine teilweise überirdisch verlaufende Gasleitung offenbar mittels Bolzenschneider abgetrennt und entwendet worden, wie Wehrsprecher Christoph Simon auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt.

Große Mengen an Flüssiggas waren aus dem rund sechs Meter von dem Gebäude entfernten unterirdischen Gastank ausgeströmt, starker Gasgeruch war zu vernehmen. Es war davon auszugehen, dass Gas auch ins Innere der Blockhütte gedrungen war und dort zusammen mit der Raumluft ein explosives Gemisch gebildet hatte.

Die Wehrleute schieberten zunächst den Gastank ab. Da das Gebäude alarmgesichert ist, war zu befürchten, dass beim gewaltsamen Eindringen der Wehrleute durch Tür oder Fenster der Alarm ausgelöst wird und ein dabei entstehender Funke zur Explosion führt. Auch ein Deaktivieren der Anlage von außen durch einen Transponder erschien zunächst – wegen des Risikos des Funkenschlags in der Anlage selbst – zu gefährlich.

So bohrten die Wehrleute mit einem Langbohrer kurzerhand ein Loch in die hölzerne Außenwand des Gebäudes, durch das eine Messsonde geschoben wurde. Das Messergebnis bestätigte den Verdacht: In dem Raum herrschte tatsächlich eine gefährliche Gas-Luft-Konzentration.

Sicherheitshalber wurden daraufhin im Radius von 300 Metern das Gelände geräumt und unter Mithilfe der Polizei die Bundesstraße 57 und die Theodor-Seipp-Straße gesperrt.

So sollte unter anderem verhindert werden, dass eventuell Schüler der beiden anliegenden Schulen zu Schaden kommen. In voller Ausrüstung und „Wasser am Rohr“ standen die Wehrleute in gehörigem Sicherheitsabstand bereit, als schließlich doch per Transponder die Alarmanlage ausgeschaltet wurde, weil dies nach Abwägung der Lage das geringere Risiko darstellte.

Nach einer Weile angespannten Wartens, wie Wehrsprecher Simon sagt, konnte erste Entwarnung gegeben werden: Einen Funkenschlag hatte es offenbar nicht gegeben – und damit eben auch keine Explosion.

Die Wehrleute gelangten durch den Haupteingang in das Restaurant und setzten ein Hochleistungsgerät zum Lüften ein. Schon nach kurzer Zeit, so Simon, sei das Gas-Luft-Gemisch ausreichend verdünnt gewesen.

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