Herzogenrath - Finanzspritze für Kinder in Herzogenrath

Finanzspritze für Kinder in Herzogenrath

Von: Johannes Schaffeldt
Letzte Aktualisierung:
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Unterstützung für Kinder in Herzogenrath: Vertreter von Bürgerstiftung und Head Acoustics freuen sich mit ihren Mitstreitern und Spendenempfängern über den Beitrag für eine erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt.
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Dr. Heribert Mertens und Peter Waliczek von der Bürgerstiftung, sowie Reinhard Scholz und Peter Noth von HEAD Acoustics (hinten, von links nach rechts) freuen sich mit David Klein und Nils Schonrath von der Dietrich-Bonhoeffer-Schule sowie Julia Turina und Johanna Heidrich von der OGS Sonnenschein (vorne) über eine vielfältige Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt.

Herzogenrath. Die „Tollen Kinder für ein l(i)ebenswertes Herzogenrath“ werden auch in diesem Jahr in der gleichnamigen Aktion der Bürgerstiftung finanziell unterstützt. Vierzehn verschiedene Projekte der Kinder- und Jugendarbeit in Herzogenrath können sich in diesem Jahr über teilweise sehr dringend benötigte Zuschüsse für ihre Arbeit freuen. Das sind fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr.

Die finanzielle Unterstützung, die Reinhard Scholz und seine Mitarbeiter von Head Acoustics zusammengetragen haben, beträgt über 10 000 Euro. Diese Summe konnte die Bürgerstiftung Herzogenrath unter verschiedenen Trägern der Kinder- und Jugendarbeit in Herzogenrath verteilen. Das Geld stammt von Weihnachtspräsenten, die von anderen Firmen alljährlich bei Head eintreffen. Zum Neujahrsfest der Mitarbeiter werden diese jedes Jahr versteigert. Der Erlös wird aufgerundet, von der Firma verdoppelt und dann an die Bürgerstiftung weitergegeben.

Wettbewerb

Zum dritten Mal wird das Geld über einen Wettbewerb verteilt. Bewerben konnten sich alle Institutionen und Organisationen, die Projekte mit Kindern bis ins Grundschulalter anbieten. Bis Juni hatten die Träger Zeit, eine Bewerbung mit konkreter Fördersumme einzureichen. Dann hat eine Jury aus Bürgerstiftung und Firma über die Verteilung der Mittel entschieden. Dabei wurde laut Dr. Heribert Mertens von der Stiftung besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit der Projekte gelegt. Bei einigen Projekten wurde die Entscheidung recht rasch gefällt und die Auszahlung vorgezogen, da das Geld zeitnah benötigt wurde.

Eines dieser Projekte war die Kooperation der Regenbogengrundschule und der Käthe-Kollwitz-Schule. Hier wurde bereits im Frühjahr mit der Anlage eines gemeinsamen Schulgartens mit Begegnungs- und Erholungszone auf einem ehemals verwilderten Stück Schulgrund begonnen. Beide Schulen waren einzeln noch einmal im Kreis der Begünstigten. Das dezidiert antirassistische Integrationsprojekt „Sprache als Schlüssel zum Miteinander“ der Regenbogenschule ist bereits im letzten Jahr gefördert worden. Nachdem die Anschlussförderung von anderer Seite nicht wie erwartet funktioniert hatte, entschied man sich für einen erneuten Zuschuss. Um Sprache und Gewalt in Sozialen Netzwerken geht es auch bei einem präventionsorientierten Theaterstück zum Thema Mobbing an der Käthe-Kollwitz-Schule.

Gärten seien derzeit wohl ein wichtiges Thema, meinte Heribert Mertens, da auch die Grundschule in Straß und die Kindertagesstätte Kids bei ihren Gartenprojekten unterstützt wurden. Erstere bekamen nach erneut durch das Wetter und durch Schädlinge bedingten Ernteausfällen ein Gewächshaus finanziert. Letztere legten ein weiteres Hochbeet an. Um ein ansprechendes Außengelände ging es auch dem Kindergarten St. Gertrud, die dafür kindgerechtes Mobiliar anschaffen. Der Kindergarten St. Katharina schafft sich ein Wasserspiel an, was zur großen Freude der Organisatoren der Bürgerstiftung mit einem großen Eigenanteil finanziert wird.

Ökologie bekommen die Kinder der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in ihren zwei bezuschussten Projekten auch nähergebracht. Zum einen werden Eicheln als Winterfutter für die Tiere im Freiluftgehege Gangelt gesammelt, wo vor allem bei der Hin- und Rückreise aller Kinder am Ende des Projektes große Kosten entstehen. Zum anderen hat die Schule das Klimafrühstück des KATE e.V. aus Berlin nach Herzogenrath geholt, wobei den Schülern vor allem bewusstes Einkaufen und Konsumieren vermittelt wird.

Der größte Posten ging an die Gemeinschaftsgrundschule Alt-Merkstein für eine Projektwoche in naturwissenschaftlichen Fächern. Seit zwei Jahren versucht die Schule auf diesem Weg, die Schüler mit erlebnisbasiertem Lernen Spaß an den Fächern im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischem Bereich zu vermitteln. Erlebnisbasiertes Lernen steht auch beim Roda-Kindertreff im Vordergrund der Arbeit. Der Kindergarten feiert in diesem Monat Dreißigjähriges und etwa genauso alt war auch die Ausstattung des Werkraumes, die nun erneuert wurde.

Sommerleseclub

Zum zweiten Mal wird die Handballsportgemeinschaft in Merkstein in ihrer interkulturellen Arbeit für Kinder unterstützt. Ebenfalls im zweiten Jahr wird der „Bunte Kreis in der Städteregion Aachen“ in seiner Arbeit mit Geschwistern schwerstkranker Kinder unterstützt. Dieses Jahr wurde in den Sommerferien ein Kletterprojekt mit dem Deutschen Alpenverein angeboten, was auch weitergeführt werden soll. Bei der Stadtbücherei Herzogenrath schließlich wurde während der Ferien im Sommerleseclub eifrig gelesen. Für den Club wurden etliche neue Bücher angeschafft, die nun den Bestand vergrößern und aktualisieren.

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