Filmprojekt der Caritas-Behindertenwerkstätten

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Das Filmteam der CBW: Mit hilfe von Filmen erklären die Filmemacher ihren Kollegen Fragen zum, Arbeitsplatz. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Was ist ein betriebsintegrierter Arbeitsplatz? Was macht ein Werkstattrat? Was ist eine Rahmenzielvereinbarung? Diese Fragen hat das Filmteam der Caritas-Behindertenwerk GmbH (CBW) in Szene gesetzt.

Bei der Premiere der Filme erntete das Team, das aus Mitarbeitern und aus professionellen Filmemachern bestand, große Anerkennung. Die Filme sollen bald auf der Internetseite der CBW eingestellt werden, aber auch an Förderschulen für Transparenz sorgen. „So können wir Lehrern, Eltern und Schülern zeigen, was wir machen“, sagte Michael Doersch, CBW-Geschäftsführer.

Anschaulich dargestellt

Was ist ein betriebsintegrierter Arbeitsplatz? Die beschäftigten Mitarbeiter arbeiten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, in der es mehr als 20 Bereiche gibt. Beispielsweise gibt es die Schreinerei, Wäscherei, Elektromontage und Sterilisation. Das Arbeiten ist davon geprägt, das nicht die Arbeit im Mittelpunkt steht, sondern der Mensch. Deshalb kümmern sich Gruppenleiter und Sozialarbeiter um die Beschäftigten, außerdem gibt es mehr Pausen als in der freien Wirtschaft.

Nicht alle wollen in der Werkstatt arbeiten, einige trauen sich auch zu, auf dem ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten. „Deshalb suchen und finden wir in Betrieben Arbeitsplätze für diese Mitarbeiter“, sagte Fredi Gärtner, Leiter Soziale Dienste und Berufliche Bildung. Das Filmteam drehte genau über diesen Aspekt einen Beitrag.

Ebenso über den Werkstattrat. Das sind gewählte Vertreter in jedem Werk, die sich für die anderen Beschäftigten in deren Sinne einsetzen. Das und vieles mehr ist in Rahmenzielvereinbarungen festgehalten, die die Werkstätten und der Landschaftsverband Rheinland verabredet haben. Diese Ziele werden einmal im Jahr überprüft. „Ein Ziel war, dass die Mitarbeiter selbstständig zur Arbeit kommen sollen“, sagte der Geschäftsführer.

So werden mittlerweile viele Beschäftigte nicht mehr mit Bussen zu Hause abgeholt, sondern sie fahren selbstständig mit dem Bus zu ihren Arbeitsplätzen. „Außerdem haben wir uns vorgenommen, dass so viele Beschäftigte wie möglich draußen arbeiten. Und das sind mittlerweile mehr als 200. Sie arbeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt oder sind mit unserer Gartengruppe vor Ort bei den Kunden tätig“, Michael Doersch.

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