Filmabend beleuchtet Alsdorfer Historie

Von: Yannick Longerich
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Panoramablick vom Panoramaraum: Dr. Georg Kehren vom Bergbaumuseum Grube Anna und Dr. Dagmar Hänel vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte zeigen auf die Protagonistin des zweiten Filmbeitrags „Anna Nummer 8 unter Dampf“. Foto: Yannick Longerich

Alsdorf. Die Luft ist sauber, am Annapark entsteht das Generationen-Projekt „Kubiz“ und die Mehrheit der Alsdorfer Bürger hat „ihre“ Anna 9 ausschließlich als quietschbunten Kindheitstraum im Tierpark kennengelernt. 25 Jahre ist es her, dass der Bergbau die Segel gestrichen hat – und seitdem hat sich die Stadt mehrfach neu entdeckt.

Das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte hatte sich der Thematik des Wandels angenommen und präsentierte seinem Publikum stilecht im Energeticon zwei aufbereitete Dokumentarfilme über die Förderung des „Schwarzen Goldes“ am Anna-Schacht. „Kokerei Anna“ hieß das erste Werk aus dem Jahr 1992, welches kurz vor der geplanten Schließung gedreht worden war. Interviews und Filmaufnahmen hinter den Kulissen erläuterten die Vorgänge im und am Ofen und richteten ein besonderes Augenmerk auf die Nebengewinnungen.

Mit leuchtenden Augen

Harald Richter – Geschäftsführer des Energeticons – sowie Dr. Dagmar Hänel vom LVR-Institut wurden förmlich vom Andrang der Besucher überrannt. Über 140 Gäste drängten sich um den Projektor, gestandene Männer setzten sich mit leuchtenden Augen auf den Fußboden, als alle Plätze schon belegt waren. „Mit derart vielen Gästen konnten wir einfach nicht rechnen. Wir haben spontan eine weitere Vorführungen angesetzt, damit jeder in den Genuss kommen kann“, erklärte Richter.

Besonders der Besuch vieler ehemaliger Bergmänner, die selbst noch auf Schicht in Alsdorf waren, ehrte die Verantwortlichen. „Eine immaterielle Erinnerungskultur wird gerade durch die Erzählungen der Zeitzeugen mit weiterem Leben gefüllt. Leider stehen wir an einer Schwelle, an der diese immer weniger werden“, erklärte Hänel.

Ergänzt wurden die Erläuterungen vom Vorsitzenden des Bergbaumuseum Grube Anna, Dr. Georg Kehren. Mit „Anna Nummer 8 unter Dampf“ hatte Hänel einen zweiten Leckerbissen mitgebracht, der den Betrieb der Grubenbahnhöfe Anna und Emil Mayrisch historisch aufbereitete. Die Protagonistin selbst konnte vom Balkon des „Panoramaraums 2“ bestaunt werden.

Richter und Hähnel reagierten besonnen auf den Ansturm und vereinbarten für Mittwoch, 25. Mai, eine weitere Vorführung. Ab 19 Uhr können die Filmschätzchen, die es ebenfalls auf DVD zu erwerben gibt, dann nochmals im Energeticon bestaunt werden.

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