Feuerwehr testet am „Dom“ ihr Können

Von: ehg
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Wasser marsch: Die Würselener Feuerwehr hielt am „Dom“ ihre Jahreshauptübung ab. Foto: Wolfgang Sevenich
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In Sicherheit gebracht: Auch die Menschenrettung wurde geübt.

Würselen. „Der ‚Düvel‘ steht nicht in Flammen!“, reagierte eine Schaulustige erschrocken, als sie die am Westturm des „Domes“ ausgefahrene Drehleiter und den aus den Luken aufsteigenden Rauch erblickte. Sie war von der Hauptwache der Feuerwehr ausgefahren worden, um ebenfalls für den Ernstfall zu üben.

Ihr Einsatz war nämlich eingebettet in die Jahreshauptübung, die der Löschzug Würselen-Mitte der Freiwilligen Feuerwehr (FF) unter der Leitung von Oberbrandmeister Ulrich Grossmann und Brandinspektor Manfred Meyer fuhr.

Zahlreiche Schaulustige

Unterstützung erfuhren die Würselener Wehrleute durch Aktive des Löschzugs der FF Aachen. Verstärkt mit jungen Aktiven des LZ Verlautenheide, stellte die Jugendfeuerwehr LZ Mitte erstmalig eine eigene Gruppe, die mit Feuereifer an ihre Aufgabe, einen von Hand drehbaren Wasserwerfer in Stellung zu bringen und in Betrieb zu nehmen, zu lösen. Insgesamt fuhren sieben Feuerwehrfahrzeuge vor und rund 50 Ehrenamtler kamen zum Einsatz. Groß wie selten war die Zahl der Schaulustigen, die sich auf dem Markt eingefunden hatten, was sowohl auf das schöne Wetter aber auch auf die Anziehungskraft des Übungsobjektes zurückzuführen sein dürfte.

Zwei Arbeiter eingeschlossen

Zur Übungslage: Bei Arbeiten am Dachstuhl des Westturmes der Kirche ist ein Brand ausgebrochen. Anwohner beziehungsweise Passanten bemerken die Rauchentwicklung am Dachstuhl beziehungsweise am Westturm und alarmieren daraufhin die Feuerwehr. Bei der Erkundung muss die Einsatzleitung davon ausgehen, dass sich noch zwei Arbeiter im Westturm des Gotteshauses aufhalten. Sie können aufgrund der starken Rauchentwicklung die Kirche nicht verlassen. Umgehend wird die Menschenrettung durch den Haupteingang eingeleitet und die Brandbekämpfung von Außen vorbereitet. Neben dem von Hand drehbaren Wasserwerfer wird auch ein Wasserringmonitor unter Wasser genommen. Nach ihrer Rettung werden die Verletzten dann zur Betreuung an die eingesetzten Sanitäter des Malteser Hilfsdienstes, Ortsgruppe Würselen, überstellt.

Nach 30 Minuten ging eine erfolgreiche Jahreshauptübung, die von Marc Straußfeld und Manfred Meyer geplant wurde, zu Ende. Neben Bürgermeister Arno Nelles begrüßte Löschzugführer Ulrich Grossmann auch den Ersten Beigeordneten Werner Birmanns und den Sachbereichsleiter Willi Vondenhoff unter den Gästen. Nelles bedankte sich bei den Ehrenamtlern der Freiwilligen Feuerwehr für den unermüdlichen und uneigennützigen Dienst an ihren Mitmenschen.

Neue Übungsobjekte gesucht

Kritische Beobachter der Übung waren vom Kirchenvorstand der Pfarrei St. Sebastian Heinz-Peter Hess und Horst Schneider.

Bei ihnen bedankte sich der Löschzug Mitte dafür, dass sie das außergewöhnliche Objekt „Dom“ für die Übung bereitgestellt hatten. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte der Zugführer ihnen einige Rauchmelder. Sie hielt der Förderverein an einem eigenen Stand vor, wo Rolf Rüland und sein Team den Bürgern Rede und Antwort standen. Den Ablauf der Übung kommentierte sachgemäß Stefan Peters vom Förderverein. Dass die Würselener Bevölkerung ein großes Interesse an der Arbeit der Feuerwehr gezeigt hatte, war für die Wehrleute ein schönes Dankeschön für ihr das Jahr über an den Tag gelegte ehrenamtliche Engagement.

Auch 2014 möchte der Löschzug Mitte wieder eine Jahreshauptübung machen. Sollte ein Bürger ein interessantes Übungsobjekt zur Verfügung stellen können, möge er unter lz-mitte-information@feuerwehr-wuerselen.de Kontakt mit der Würselener Wehr aufnehmen.

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