Feuer in Bahnhofstraße: Polizei geht Hinweisen auf Brandstiftung nach

Von: -ks-
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Verriegelt und verrammelt: Das
Verriegelt und verrammelt: Das ausgebrannte Ladenlokal an der Bahnhofstraße in Alsdorf und die darüber liegenden Wohnungen sind gesperrt worden. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Mit Verdacht auf Brandstiftung habe die Polizei noch am Freitagabend eine Person festgenommen, hieß es am Sonntag aus vermeintlich gut unterrichteten Kreisen.

Die Person habe sich an der Kasse des dann völlig ausgebrannten Ladens an der Bahnhofstraße zu schaffen gemacht. Im Zuge dessen sei der Brand entstanden. Auf Nachfrage unserer Zeitung dementierte Oberstaatsanwalt Robert Deller am Sonntag diese Gerüchte. Es habe keine Festnahme gegeben. Allerdings gehe die Polizei Hinweisen auf Brandstiftung nach.

Glimpflich sind offenbar die fünf Bewohner der beiden über dem Ladenlokal liegenden Wohnungen davongekommen, wie Bürgermeister Alfred Sonders auf Nachfrage unserer Zeitung sagte.

Sonders hatte sich noch am Abend des Geschehens an den Brandort begeben. Der Sohn einer Bewohnerin habe das Feuer noch rechtzeitig entdeckt, berichtete der Bürgermeister. Mutter und Sohn seien auf eigenen Wunsch von der Stadtverwaltung zu einer Verwandten nach Schaufenberg gebracht worden. Drei weitere Bewohner seien aufgrund der starken Rauchgasentwicklung zur Beobachtung in ein Krankenhaus transportiert worden.

Sozialamt klärt Hilfsbedarf

Ob zur weiteren Unterbringung und Versorgung der Betroffenen besondere Maßnahmen - zum Beispiel auch durch Unterstützung der Öffentlichkeit etwa in Form von Spenden - notwendig sind, will Sonders in Absprache mit dem Sozialamt am heutigen Montag nachhaltig klären.

Die Löscharbeiten der am Freitag kurz vor 20 Uhr alarmierten Wehr - mehr als 90 Kräfte waren im Zuge des vorsorglichen Vollalarms unter Leitung von Brandmeister Markus Dohms im Einsatz - dauerten noch bis 21.30 Uhr. Ein „durch eine Führungskraft für die Warmhaltung der Einsatzkräfte beschlagnahmter Linienbus”, so Feuerwehrsprecher Michael Mingers, blieb bis 22.30 Uhr an der Bahnhofstraße. Allerdings zogen sich die darauf folgenden Sicherungs-, Aufräum- und Kontrollarbeiten noch über Stunden hin. So wurden die benachbarten Gebäude von den Einsatzkräften mit der Wärmebildkamera kontrolliert und je nach Beeinträchtigung mit einem Hochdrucklüfter von dem eingedrungenen Rauch befreit, wie Mingers mitteilte.

Eine Sicherungswache blieb vorsorglich bis Samstagmorgen in dem ausgebrannten Geschäft, um sicherzustellen, dass keine Brandnester für ein erneutes Aufflammen sorgen.
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