„Feuer+Flamme“: Zusammenspiel der Kunst soll zum Dialog führen

Von: nt
Letzte Aktualisierung:
13527590.jpg
Das Künstlerehepaar Keller stellt im Ofdener Schaffrathhaus seine Werke aus: Angelika Keller zeigt Skulpturen aus Keramik, ihr Mann Heinrich erschafft Arbeiten aus Stahl. Foto: Nadine Tocay

Alsdorf. Gleich zwei Künstler stellen ab Sonntag im Schaffrathhaus in Alsdorf-Ofden aus: Das Ehepaar Angelika und Heinrich Keller aus Aldenhoven zeigt dort seine Werke der letzten Jahre unter dem Motto „Feuer+Flamme“. Beide verwenden bei ihrer Arbeit das heiße Element.

Angelika Keller stellt Keramikskulpturen her. „Ich baue sie aus grob schamottiertem Ton“, erklärt sie. Danach werden mit Hilfe von Werkzeug Strukturen eingearbeitet. Anschließend werden die Skulpturen in zwei verschiedenen Öfen mit unterschiedlichen Temperaturen gebrannt. Manchmal baut sie Fundstücke aus der Natur, wie Steine, ein. Kellers Werke stellen Mischwesen dar, die den Betrachter emotional berühren sollen. „In jedem meiner Werke steckt ein Stück meiner Seele“, betontedie freiberufliche Künstlerin.

Wenn sie nicht in ihrer Werkstatt Arbeiten herstellt, ist sie an verschiedenen Schulen und in Projekten tätig, bringt dort Kindern und Jugendlichen die Kunst näher. „Wir haben sogar schon einmal einen Sonderpreis mit einer Förderklasse gewonnen“, erzählte sie stolz.

Ihr Mann, Heinrich Keller, arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Kriminalbeamter. Vor mehr als 25 Jahren fand auch er zur Kunst, zur künstlerischen Bearbeitung von Stahl. Für seine Werke nutzt der in Alsdorf Geborene das klassische Brennschneiden. Durch eine Flamme wird der Werkstoff dabei erhitzt und beginnt zu schmelzen, so dass er formbar wird. Für farbliche Veränderungen mischt er aus Pigmenten vor allem blaue und bronzene Farben an, die er am Ende des Prozesses verarbeitet. Seine Skulpturen stellen teils architektonische Motive dar und sind in der Regel durch die Natur und Tiere inspiriert.

So entstehen Werke, die den Betrachter zum Nachdenken anregen sollen. „Sie geben einen Anstoß, um intensiver über Dinge wie menschliche Charakterzüge nachzudenken. Sie sollen aber keinesfalls eine belehrende Wirkung haben“, erläutert der Stahlbildhauer.

Das Zusammenspiel der Werke des Künstlerehepaares soll einen Dialog eröffnen. Die materielle Beschaffenheit, ihr Ausdruck und ihre Aussage stehen sich dabei gegenüber. Die Vernissage der Ausstellung findet am Sonntag, 27. November, um 11 Uhr im Schaffrathhaus, Theodor-Seipp-Straße 118, statt. Zu sehen sind die Werke bis Sonntag, 11. Dezember, jeweils samstags und sonntags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr. Die Künstler werden an diesen Tagen anwesend sein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert