Festlicher Gottesdienst: 50-Jahr-Feier des Seniorenhauses Serafine

Von: ehg
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Na denn, Prost: Leiterin Barbara Wisniewski, Schwester Martina Magdalena vom Orden der Schwestern der Liebe vom Kostbaren Blut, Bischof Helmut Dieser, Stiftungs-Vorsitzender Karl Maul, Schwester Ancilla, Schwester Luitgard, Pfarrer Rainer Gattys und Provinzoberin Schwester Cäcilia (v.l.n.r.) stoßen auf das 50-jährige Jubiläum des Seniorenhauses Serafine an. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Würselen. Am Hochfest des Herrn hat das Seniorenhaus Serafine die Festivitäten zum 50-jährigen Jubiläum eingeläutet. Aus diesem Anlass zelebrierte Bischof Helmut Dieser gemeinsam mit den Pfarrern Rainer Gattys (Pfarrei St. Sebastian) sowie Peter Reuters i.R., Martin Schultheis i.R. und Pater Konrad Breidenbach (Kloster Broich), assistiert von Diakon Wolfgang Allhorn, in der Kapelle des Hauses einen Dankgotttestdienst.

Er betonte in seiner Predigt, dass alles, was der Mensch anfange, durch Gott im Himmelreich vollendet werde.

„Wir werden im Himmel vorfinden, was wir anderen Menschen Gutes getan haben.“ In Jesus Christus, dem Anfang der erlösten Menschheit, fänden die Menschen allen Grund zur Hoffnung. Herzlich beglückwünschte er das Haus zu dem, was von Menschenhand in die Wege geleitet worden sei. Musikalisch umrahmt wurden der festliche Gottesdienst und der anschließende Empfang durch Karl Graf (Orgel) und Leonie Pütz (Querflöte).

Kurzweilige Betrachtung

Unter das Kästner-Wort „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ stellte der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung der Cellitinnen zur heiligen Maria (Köln), Hans Mauel, seine kurzweilige Betrachtung über die Historie des Seniorenhauses an Helleter Feldchen 51. Das nach der Gründerin Serafine benannte Haus wurde Anfang der 1960 Jahre auf den Weg gebracht. Damals erkannte die Gemeinde Broichweiden die Notwendigkeit zum Bau einer Altenhilfeeinrichtung.

Über den Kontakt von Gemeindedirektor Josef Pastor zum damaligen Diözesan-Caritasdirektor, Prälat Dr. Peter Firmenich, konnten 1963 die Schwestern der Liebe vom Kostbaren Blut für dieses wagemutige Projekt gewonnen werden. Auf dem Grundstück mit der Nummer neun sollten im neu erschlossenen Baugebiet zwischen Weiden und Vorweiden am Helleter Feldchen Altenheim, Altenwohnheim und Altenpflegestation – mit insgesamt 60 Plätzen – unter einem Dach entstehen.

Schon frühzeitig wurde die Ordensgemeinschaft in die Planungen des Hauses einbezogen, so dass sie ihre Wünsche bezüglich der Ausstattung des Gebäudes einbringen konnten. Nach Klärung der Kostenrechnung – 1,5 Millionen DM waren veranschlagt – begannen im Sommer 1965 die Bauarbeiten. Bereits zu dieser Zeit war infolge der sich abzeichnenden Überalterung der Gesellschaft die Nachfrage nach Pflegeplätzen hoch.

Knapp zwei Jahre später, am 1. April 1967, kamen die Schwestern Luitgard und Josefine in den Neubau und packten fleißig an. Es folgten zwei weitere Pionierinnen, die Schwestern Ancilla und Serena. Und schließlich auch die ersten Bewohner, bis zum Juli waren es bereits 38. Am 14. Oktober 1967 weihte Prälat Dr. Firmenich das Altenheim mit 58 Pflegeplätzen, die Kapelle und die Schwesternklausur ein. Haus Serafine war zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig belegt.

Kontakte nach Köln

In den Jahren 1989 bis 1991 erfolgte die Neugestaltung der Kapelle. Schon beim 25-jährigen Jubiläum 1992 zeichnete sich ab, dass die weniger und älter werdenden Ordensschwestern die zunehmend anspruchsvollere Pflege nicht mehr leisten konnten.

Provinzoberin Schwester Cäcilia und Hausoberin Schwester Ludgera knüpften daraufhin erste Kontakte zur Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur heiligen Maria in Köln. Am 1. Januar 1997 ging Haus Serafine in deren Trägerschaft über. Die Schwestern blieben vor Ort und bezogen das neu errichtete Klausurgebäude im Garten.

1999 erfolge der erste Spatenstich für die zweijährigen umfangreichen Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Ein einheitliches Gestaltungskonzept wurde umgesetzt. Es entstanden sieben Seniorenwohnungen, das lichtdurchflutete Hausrestaurant und ein neuer Eingangsbereich. Für Hans Mauel war es keine Frage: „Das Seniorenhaus Serafine ist untrennbar mit den Schwestern der Liebe vom kostbaren Blute verbunden.“ Es verdiene hohen Respekt und große Anerkennung, wie sie sich bei ihrer Arbeit solidarisch mit kranken und alten Menschen gezeigt hätten.

Hervorragend habe sich die segensreiche Einrichtung eingefügt in das Leben der Gemeinde St. Lucia. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre die Einrichtung ärmer.

Der Repräsentant des Trägers dankte den Schwestern für das ihm geschenkte Vertrauen und wünschte der Einrichtung eine segensreiche Zukunft. Dass sich das Seniorenhaus dafür einsetze, dass Menschen bis ins hohe Alter hinein ihr Selbstbestimmungsrecht behalten, lobte die Sprecherin der Katholischen Frauengemeinschaft St. Lucia, Marlies Jungbluth. Herz und Emotion hätten die Schwestern auf ihrem Weg begleitet, überbrachte Bürgermeister Arno Nelles Glückwünsche zum „Goldenen“ im Namen der Stadt.

Mit Hans Mauel stimmte er darin überein, dass angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung die Rahmenbedingung überdacht und angepasst werden müssten, wenn die Herausforderung gemeistert werden sollen. Eröffnet wurde eine eindrucksvolle Fotoausstellung „50 Jahre Seniorenhaus Serafine“.

Straßenfest im Sommer

Am 26. August steht ein Straßenfest unter dem Motto „Rund um 1967“ als nächste Festivität auf dem Programm. Mit einem Festgottesdienst in der Kapelle anlässlich des Patroziniums klingt das Jubiläumsjahr am 14. Oktober aus.

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