„Festival der Amateurkunst“: Gefühle zum Ausdruck bringen

Von: Nina Krüsmann
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Es wird fleißig trainiert:53 Schüler der Europaschule Herzogenrath nehmen am im Maastrichter Stadion am „Euregionalen Festival der Amateurkunst“ teil. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. 2000 Teilnehmer haben sich bereits angemeldet und die Vorbereitungen sind in vollem Gange: Sänger, Chöre, Tänzer und Künstler aus der Euregio nehmen am 2. Juni im Maastrichter Stadion am „Euregionalen Festival der Amateurkunst“ teil. Unter dem Motto „Speaking in Tongues/Viele Sprachen sprechen“ steht das Festival als Beitrag zur kulturellen Vielfalt der Region im Rahmen der Bewerbung Maastrichts und der Euregio Maas-Rhein zur Kulturhauptstadt Europas 2018.

Unter den tausenden Amateuren in Kunst und Kultur sind auch 53 Schüler der Jahrgangsstufe 6 der Europaschule Herzogenrath. Die Europaschule Herzogenrath nimmt mit einer von Schülern und Schülerinnen erarbeiteten Choreographie teil, in der unterschiedliche Bewegungsabläufe Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken. Es geht um die Frage, ob unser Körper wirklich Spiegel der Seele ist.

Die Schüler lernen seit einem halben Jahr im Wahlpflichtfach „Darstellen und Gestalten“ mit Tanzpädagogin Nicole Jakobi ihren Körper mit seinen gestalterischen Möglichkeiten kennen und erfahren, wie sich im Zusammenspiel mit Mitschülern Themen, Gefühle und Aussagen künstlerisch umzusetzen. „Dabei werden Persönlichkeitsbildung, Kreativität und soziale Kompetenz geschult. Der Tanz ist neben den drei Sprachen in der Euregio noch eine vierte, ganz eigene Sprache“, betont Jakobi.

Seit drei Wochen besuchen Regisseurin Nicole Erbe und der junge Lyriker Julius Schneege den Kurs. Der 22-jährige Schneege bringt seine fantastischen Wortbilder ein, um die Schüler auf das Festival vorzubereiten. Begleitet von zeitgenössischer Musik lernen die elf- bis dreizehnjährigen Mädchen und Jungen, konzentriert aufeinander zu achten, ohne selbst zu sprechen, Gefühle wie Trauer und Wut in Bewegung umzuwandeln. Abstrakt soll das sein, nicht plakativ. „Dabei entstehen starke Gefühle und ebenso starke Bilder. Alle sind sehr diszipliniert“, ist Jakobi stolz.

Vom 15. bis 21. April haben die Herzogenrather Schüler wie anderen alle angemeldeten Amateurkünstler bei einer Arbeitswoche die Gelegenheit, mit professionellen Kräften zusammenzuarbeiten, um dem Thema „Sprechen in vielen Sprachen“ Ausdruck zu verleihen. Es ist eine breite Palette von Kultur vertreten: Teilnehmer aus Tanz, Jazz, Chormusik, Hip-Hop, Poesie, bildende Kunst, Theater, Fotografie und Mode sind in den Startlöchern.

Übrigens: Wer tanzen, spielen, singen, schaffen oder schreiben kann, ist noch zur Teilnahme am Festival willkommen. „Die Bevölkerung soll sich vom Schüler bis zur Großmutter aktiv einbringen, Kunst wirkt hierbei als Mittler“, betont Johannes J. Arens von Region Aachen e.V., zuständig für den deutschen Teil der Bewerbung. Jeder Bürger sei ein Teil der Kultur in der Euregio. Infos und Anmeldung unter www.euregio2018.eu/nl/amateur.

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