Fest mit vielen Friedensfreunden

Von: Nina Krüsmann
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Engagiert: Helene Klein und Dr
Engagiert: Helene Klein und Dr. Ansgar Klein, Sprecher der Friedensinitiative Würselen. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. „30 Jahre Würselener Initiative und kein Frieden - ein Grund zum Feiern?” Unter diesem Motto beging die Würselener Initiative für den Frieden jetzt ihr Fest zum 30-jährigen Bestehen.

Anlässlich des 30-Jährigen trafen sich die Mitglieder zu einem Abend im Alten Rathaus, an dem einmal nicht das Ringen um den Frieden im Mittelpunkt stand, sondern das gemeinsame Feiern.

„Heute wollen wir einmal abschalten von unserer sonstigen Friedensarbeit und einen unterhaltsamen Abend mit dem Schlagsaiten-Quantett und dem politischen Kabarett Muita Merda und ihrem Programm „Der Untergang der Teutonic” erleben”, sagte das Sprecherduo Helene und Ansgar Klein. Seit 2008 sind beide gemeinsam die Sprecher der Friedensinitiative, sind damit Nachfolger des Mitbegründers und langjährigen Sprechers Helmuth Kaleß und des engagierten Ehepaares Dagmar Fritz-Lenzen und Rainer Lenzen.

Zahlreiche Aktionen

„Nach einer längeren Pause der Aktivitäten der Initiative haben wir mit Hilfe des Aachener Friedenspreises die Initiative neu aufleben lassen mit dem vorrangigen Ziel, die Öffentlichkeit und unsere Parlamentarier davon zu überzeugen, dass die deutsche Beteiligung an dem völkerrechtswidrigen Krieg in Afghanistan beendet werden muss”, betonte Helene Klein. Zum festen Mitarbeiterteam gehören Anka Erdweg, August Rößner, Barbara Krude, Günter Döring, Jürgen Heiducoff, Dr. Matthias Wendt und Otmar Steinbicker. „Das Engagement für den Frieden und insbesondere der Wunsch nach Frieden für Afghanistan ist unser Lebensinhalt geworden, das ist für uns von großer Bedeutung.”

Auf mehreren Stellwänden zeigten die Kleins anlässlich des Festabends markante Daten aus der Geschichte der Initiative sowie alle Veranstaltungsplakate und Fotos. Wesentliche Eckpunkte des Engagements der Initiative waren die beiden Golfkriege 1990 und 2003, der Kosovo-Krieg 1999 und der Tschetschenien-Krieg 1999. „Diesen schrecklichen Kriegen und der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft sind wir mit Mahnwachen und Demonstrationen begegnet”, schilderte Ansgar Klein. 1992 bildeten die Mitglieder zum Tag des Flüchtlings eine Menschenkette vom Rathaus ausgehend zu den Flüchtlingswohnheimen an der Grevenberger Straße. „Wir waren stets sehr aktiv, haben jedes Jahr ein halbtägiges Friedensfest organisiert”, sagte Ansgar Klein.

Erst kürzlich fand anlässlich des 10. Jahrestages des Afghanistan-Kriegsbeginns eine Kundgebung mit vielen gesellschaftlichen Gruppen im Alten Rathaus statt. Hierbei wurde der Tausenden von Toten dieses Krieges, an dem die deutsche Bundeswehr beteiligt ist, gedacht. „Es ist nach wie vor unser vornehmliches Ziel, die Beendigung dieses unsinnigen Krieges zu erreichen”, sagen die Kleins.

Die Friedensinitiative war und ist ein loser Zusammenschluss von Privatpersonen und ist Mitglied in der bundesweiten Kooperation für den Frieden, die weiße Taube ist ihr Markenzeichen. Angefangen hatte 1981 alles mit einer Unterschriftenaktion zur Zeit der Nachrüstung und speziell des Nato-Doppelbeschlusses. Derzeit sind es insgesamt neun aktive Mitglieder, die sich für den Frieden einsetzen.

Die Initiative verfügt aber über rund 200 Kontaktadressen, die regelmäßig per E-Mail oder Post angeschrieben und für Aktionen mobilisiert werden. „Wir würden uns über neue Mitstreiter freuen, möchten eine möglichst breite Öffentlichkeit ansprechen”, betont das Ehepaar Klein. Deshalb gehe man auch regelmäßig in die örtlichen Schulen, um Aufklärungsarbeit zu betreiben. „Wir möchten die Flamme weitergeben.”
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