Ferienspiele: Nachwuchstalente in Mariadorf entdeckt

Von: Yannick Longerich
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Selbst zusammengebaut: Stolz präsentieren die Kinder den bunt bemalten „Hühnerhof-Kiosk“. Foto: Yannick Longerich
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Grundlagen der Schauspielkunst: Die Kinder erwiesen sich im Alten Rathaus durchaus als schlagfertig und kreativ.

Alsdorf. Licht aus, Spot an – wenn in dieser Situation selbst die großen Schauspieler das Lampenfieber packt, dann sind auch die Nachwuchstalente davor nicht sicher. Die kleinen Besucher der Osterferienspiele im Alten Rathaus Mariadorf erlebten die Nervosität vor dem Auftritt am eigenen Leib – und überzeugten danach auf der Bühne umso mehr.

Susanne Herzog hatte als Leiterin mit „Eigengewächs“ Anna Joeris (seit 16 Jahren im Jugendtreff aktiv) und ihrer Freundin Hannah-Sophia Küpper zwei talentierte Schauspielerinnen gewonnen, die den Kindern mehr als nur das kleine Einmaleins der Schauspielkunst vermittelten. Die beiden Aachener Studentinnen der Theaterpädagogik und ihr aufgeweckter „Regieassistent“ Mattias Pilotto kitzelten jedes Quäntchen an Kreativität aus ihren Schützlingen heraus.

„Wir hatten anfangs mit Kindern gerechnet, die schon etwas älter sind. Wir haben dann das Programm flexibel auf die durchweg jüngeren Teilnehmer zugeschnitten und gänzlich auf Improvisationstheater gesetzt. Wir wollten vor allem eine Sensibilisierung der Kinder erreichen und ihre Wahrnehmung durch das Improvisationsspiel schärfen“, erläuterte Joeris. Küpper fügte hinzu: „Die Kinder konnten verschiedenste Facetten der Schauspielkunst erleben. Auf die abschließende Aufführung wurde nicht zentral hingearbeitet, vielmehr war der Weg das Ziel.“

Was die junge Schauspieltruppe am Ende dem begeisterten Publikum präsentierte, war bemerkenswert: Fantasiereisen als Tier standen ebenso auf dem Programm wie eine urkomische Fahrt mit dem Linienbus und skurrilen Fahrgästen. Dabei wurde vor allem die sogenannte „vierte Wand“ gesprengt und das Publikum zeitweise mit eingebunden. Leiterin Herzog: „Wir haben in der Woche viel mehr erlebt als einfach nur Spiel und Spaß. Viele verborgene Talente konnten entdeckt werden. Vielleicht sehen wir ja eins unserer Kinder eines Tages mal auf der ganz großen Bühne.“

Während die erste Woche ganz im Zeichen der Künste stand, wurde es in der zweiten rustikaler.

Säge, Pinsel und Farbe

Die Gruppe von Susanne Herzog machte sich auf zum Abenteuergelände „Hüttenhausen“ an der Rosenstraße. In wetterfester Kleidung wurde gesägt, gehämmert und gebaut, was das Zeug hielt. Das Motto lautete „Ei, ei, ei – was ist los auf dem Hühnerhof?!“

Mit dem „Hühnerhof-Kiosk“ wurde gleich das Hauptquartier bezogen und neu hergerichtet. Mit Pinsel und Farbe ließen die Kinder das Holzhäuschen in neuem Glanz erstrahlen und boten leckere Erfrischungen an. Danach wurde an der Verschönerung des Geländes gewerkelt, dass die Sägeblätter nur so qualmten.

Auch mit der Herstellung von schönem Frühlingsschmuck befassten sich die kleinen Handwerker. Aus Materialien, die die Natur liefert, wurden Anhänger, Bilder und Figuren gebastelt. Highlight war für alle ein Abstecher in die abstrakte Kunst: Ausgeblasene Eier wurden mit Farbe gefüllt und dann mit Wucht gegen eine Leinwand geworfen. Das Ergebnis ließ jeden Picasso alt aussehen.

Mit großer Vorfreude nun alle auf das Sommerlager. Auch wenn zum Abschied die ein oder andere Träne floss – das nächste Mal kommt bestimmt!

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