Ferienspiele am Wisselsbach: 50 Kinder erleben spannende Zeit

Von: nc
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Hüttenbau
Stolz auf das Ergebnis: Die Betreuerinnen Luna Sera und Lisa Wößner (hintere Reihe, v.l.) mit ihrer Gruppe bei den Ferienspielen am Wisselsbach. Foto: Niklas Coopmann

Würselen. Der Regen macht hier niemandem etwas aus: Die alljährlichen Ferienspiele am Wisselsbach sind auch in diesem Jahr wieder ausgebucht. 53 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren tummeln sich auf dem Gelände.

Unter der Leitung von Frank Satzkowski, der von zehn ehrenamtlichen Betreuern unterstützt wird, erleben die Kinder fünf Tage lang die Natur. Die Spiele werden vom Jugendamt der Stadt Würselen organisiert. Zu Beginn der Woche ist es zunächst wichtig, dass sich die Kinder untereinander kennenlernen. Daraufhin werden sie in fünf Gruppen aufgeteilt, wovon jede jeweils von zwei Betreuern beaufsichtigt und unterstützt wird.

Ein Tag steht ganz im Zeichen des Hüttenbaus: Jede Gruppe erhält Materialien, mit welchen ein Unterschlupf gebaut werden soll. Das bereitgestellte Material – bestehend aus Planen, Werkzeugen, Nägeln und Holzlatten – ist aber begrenzt. Die Kinder sollen in der Natur suchen, was sie für ihr kurzfristiges Eigenheim verwenden können. Dabei sollen sie laut Satzkowski lernen zu improvisieren.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Stolz werden die Hütten präsentiert. Auch Ordnung hat einen hohen Stellenwert. „Ich räum‘ hier noch kurz auf“, sagt eine junge Teilnehmerin, bevor Besuch empfangen werden kann. Einige Gruppen bauen sich auch einen eigenen „Holzfernseher“, der in ihrem Wohnbereich nicht fehlen durfte. Ansonsten ist es aber alles naturbelassen.

Neben einer Stadtrallye durch Würselen wird es je nach Wetterlage auch ein gemeinsames Grillen geben. An einem Nachmittag empfängt die Gruppe dann die Jugendfeuerwehr Würselen-Mitte, die mit einem Löschzug anrücken wird.

Die Bastelfertigkeiten werden ebenfalls getestet. Aus kleinen Holzscheiben kreieren die Teilnehmer einen Schlüsselanhänger, so dass jeder auch ein kleines Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen kann. Etwas mit den eigenen Händen geschaffen zu haben, gibt den Kindern laut Satzkowski eine „positive Erfahrung“ mit auf den Weg.

Der Schluss der Woche untersteht dem olympischen Gedanken. Parallel zum Anfang der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro kämpfen auch am Wisselsbach die Gruppen in verschiedenen Disziplinen um Erfolge. Der Spaß steht selbstverständlich bei Herausforderungen wie Sackhüpfen oder Eierlaufen im Vordergrund. Mit diesem Höhepunkt enden die Ferienspiele.

Um Betreuer zu werden, muss man die Jugendleitercard vorweisen können. Alternativ dürfen aber auch Freiwilligen, die Erfahrung als Erzieher mitbringen, die Ferienspiele begleiten.

„Ich genieße es, mit so vielen Kindern draußen zu sein“, sagt Satzkowski. Seit nunmehr sieben Jahren ist er als Leiter der Ferienspiele am Wisselsbach dabei, langweilig wird es allerdings nie. Da die Gruppe in jedem Jahr wieder neu und verschieden ist, ist seine Arbeit sehr abwechslungsreich. Manche Kinder bräuchten erst eine gewisse Anlaufzeit, doch Spaß mache es allen. Das erkennt Satzkowski auch daran, dass einige Kinder aus vergangenen Jahren wieder dabei sind. Ganz besonders stolz ist er, dass in diesem Jahr ein Betreuer dabei ist, der als Kind selbst am Wisselsbach spielte.

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