FDP Würselen will Riss kitten

Von: ehg
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Heiner Breuer (4.v.r.) iwurde neuer Vorsitzender des FPD-Ortsverband Würselen. Zu den Gratulanten gehörte der Kreisvorsitzende Dr. Werner Pfeil. (3.v.li.) Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Im Ortsverband der Freien Demokraten gibt es seit Monaten einen Riss, der selbst auf dem kürzlich durchgeführten ordentlichen Parteitag nicht gekittet werden konnte.

Auf der einen Seite die Fraktion mit ihrem Vorsitzenden Hans Carduck und auf der anderen die Basis mit dem Ortsverbandsvorsitzenden Dr. Karl Wilhelm Hirsch. Da die Mitglieder an der Basis sich nicht ausreichend an wichtigen Fraktionsentscheidungen beteiligt sahen, kam es auf dem ordentlichen Parteitag bei der Wahl des Vorsitzenden zum vorhersehbaren Eklat. Dr. Hirsch ließ sich zwar wieder wählen, warf dann aber im Verlaufe der weiteren Versammlung die Brocken hin. An der Person des Fraktionsvorsitzenden hatten sich die Geister geschieden!

Um aus dieser verfahrenen Lage heraus zu kommen, musste ein außerordentlicher Parteitag einberufen werden, der jetzt in der Gaststätte „Zur Teut” stattfand. 28 stimmberechtigte Mitglieder - darunter zwei Newcomer - hatten sich eingefunden. Unter der souveränen Leitung des Kreisvorsitzenden Dr. Werner Feil wurden die Wahlen ordnungsgemäß durchgeführt, erst die des neuen Vorsitzenden. Als einziger Kandidat wurde Heiner Breuer, der seit acht Jahren das Amt des Schatzmeisters zur allgemeinen Zufriedenheit bekleidete, vorgeschlagen. Vor Eintritt in den Wahlgang positionierte er sich, was die kommunalpolitische Arbeit der Fraktion und die programmatische Ausrichtung des Ortsverbandes anbetrifft, eindeutig als Realo. Doch solle die programmatische Ausrichtung des Ortsverbandes in der Zukunft nicht zu kurz kommen. Sein eindeutiger Appell: „So kann es nicht weitergehen!”

Schließlich votierten 15 Mitglieder für Heiner Breuer, zwölf stimmten mit Nein und drei enthielten sich. Das Ergebnis sprach Bände über den augenblicklichen Zustand der Liberalen vor Ort. Zu Breuers Stellvertreter wurde Frank Lube gewählt, der es als seine Aufgabe ansieht, zwischen den beiden Blöcken zu vermitteln. Auf ihn entfielen 25 Ja- und nur drei Neinstimmen.
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