FDP will eine schöne Stadt, Arbeitsplätze und gute Schulen

Von: Beatrix Oprée
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Machen für die Rodastadt Politik: (v.l.) Christoph Pontzen, Thomas Dautzenberg, Björn Bock und Richard Telöken stellten das liberale Wahlprogramm vor. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Sparsamkeit haben sich Rodas Liberale schon lange auf die Fahnen geschrieben. Vehement treten sie deswegen gegen alle möglichen Maßnahmen ein, die sie angesichts des hohen Schuldenstands der Stadt als Luxus einstufen, jüngst etwa die Installation von Kunstrasen in Sportstadien.

„Im selben Ausschuss wurde der Ausbau der Grundschule Bierstraß wegen Geldmangel abgelehnt”, kann der sachkundige Bürger und Ratskandidat Christoph Pontzen nur den Kopf schütteln. Folgerichtig übt sich die lokale FDP natürlich auch in Selbstbegrenzung: Auf 6500 Euro ist das Wahlkampfbudget begrenzt - „ohne Steuergelder”, wie betont wird. Ab Mitte August will die Partei ihre stete Forderung nach Transparenz auch auf sich selbst anwenden und über die Verwendung selbiger Summe auf ihrer Homepage Rechenschaft ablegen.

Wo wenig Geld eingesetzt werden soll, muss die Kampagne umso zugkräftiger sein. Wie das Konterfei des schmuseweichen Hundewelpen, mit dem der FDP-Kreisverband jüngst in einer gemeinsamen Aktion mit dem Tierschutzverein Aachen für eine „gerechte”, sprich einheitliche Hundesteuer in der Städteregion geworben hat. Tiere, vor allem in Babyausführung, sprechen das Wählerherz an.

Das wissen auch Rodas Liberale, die sich auf der Homepage adrett mit Anzug und Krawatte präsentieren. Aber auch originelle Ideen kommen an: wie der humorige Film zum städteregional-liberalen Wahlkampfmotto „Wir machen dem grünen Sofa Beine” - der übrigens auch auf YouTube eingestellt ist: In wechselnder Besetzung schleppen die liberalen Akteure hier besagtes Möbelstück kreuz und quer durch die Städteregion, um allerorten die Forderung zu unterstreichen, dass die Ideen der Euregionale 2008 auch künftig mit Leben gefüllt werden müssen, um die Region stark zu machen. Damit die Steuermillionen nicht zum Fenster herausgeworfen oder, wie im Film symbolisch dargestellt, die Wasserrinne auf Würselens euregional neugestaltetem Markt heruntergespült worden sind.

Neue Ideen fordern die Liberalen auch in der Rodastadt und gehen mit den bisher Verantwortlichen hart ins Gericht. Und stellen die Kernfrage: „Wo wollen wir in zehn Jahren sein?” Die Antwort: in einem attraktiven Wohnstandort mit guten Arbeitsplätzen und den besten Schulen.

Prägnant haben sie ihr Wahlprogramm ausformuliert, analysiert nach Ist-Zustand, Ziel und dem zu beschreitenden Weg.

Thema Wirtschaft: Hier vermisst die FDP „aktives Handeln” - „die Coca-Cola-Fläche etwa hätte längst bebaut sein können” - und möchte ihrerseits mögliche Investoren „gezielt” ansprechen. Umstrukturieren, entbürokratisieren und direkt bei der Verwaltungsspitze ansiedeln möchten die Liberalen die Wirtschaftsförderung. Stadt, Stadtrat und Investoren sollen auf einer Ebene verhandeln.

Abweichend zu den beiden großen Parteien, die ähnliche Forderungen aufgestellt haben, schwebt der FDP auch noch die Einrichtung eines entsprechenden Fachausschusses vor. Die Chancen des Aachener Campus-Projektes mit dem Zuzug von rund 40.000 Menschen nicht zu verpassen, auch dafür plädiert die FDP, möchte dazu die Bebauungs-Pläne angepasst und neue Gewerbegebiete akquiriert wissen.

„Die geplante Campusbahn könnte doch auch nach Herzogenrath durchgehen”, schwebt Spitzenkandidat Björn Bock überdies vor. Natürlich ist den Liberalen auch klar, dass man sich zur Finanzierung ihrer Ziele von gewissen „beliebten Dingen” (vorübergehend) trennen muss: „Die Förderung der Vereine ist ja gut und schön, aber Wirtschaftsförderung muss zunächst Vorrang haben” - der Arbeitsplätze willen.

Thema Infrastruktur: Hier votiert die FDP für die Entlastung der Hauptdurchfahrtsstraßen samt Verbesserung des Fahrbahnzustandes, für die kurzfristig viel Geld in die Hand genommen werden soll, da sich dies langfristig auszahle.

Thema Bildung: Als nach der Wirtschaftsförderung quasi alleroberstes Gebot genießt bei den Liberalen die Bildung der Kinder. Dazu soll es ein langfristiges Konzept mit Ganztagsschule für alle als Planungsgrundlage geben. Schulen sollen zudem die finanziellen Mittel erhalten, ihr Angebot attraktiver zu gestalten.

Thema Finanzen: Unverantwortlich für die nachfolgenden Generationen hält die FDP den rodastädtischen Schuldenberg von bis dato rund 50 Millionen Euro, der täglich noch anwachse. Sie fordern daher eine „vorurteilsfreie Überprüfung der städtischen Ausgaben” - und natürlich einen strikten Sparkurs.

Thema Transparenz: Umfangreich und verständlich soll die Informationspolitik in Sachen Finanzen und Verwaltungsangelegenheiten werden. Dazu soll unter anderem die städtische Homepage umstrukturiert werden, zudem jeder Haushalt einmal jährlich eine „verständliche” Übersicht über die städtischen Finanzen erhalten.

Thema Jugend: Mit einem eigenen Parlament samt Budget soll auch die Jugend aktiv in städtische Entscheidungsfindung integriert werden.
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