Würselen - FDP hakt bei Gesamtschule nach

FDP hakt bei Gesamtschule nach

Von: ehg/-ks-
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Würselen. Rat und Verwaltung im Wechselbad der Gefühle: Auf die Freude über die „schwarze Null“ im Haushalt 2014 folgte in der Ratssitzung eine bittere Enttäuschung über den neuen Schuldenberg, der sich mittlerweile wieder angehäuft hat.

Dazu kamen noch Hiobsbotschaften rund um die Einführung des Ganztagsbetriebs und die Errichtung der Gesamtschule durch den 1. Beigeordneten Werner Birmanns.

Wahlversprechen eingelöst

In der Sitzung des Stadtrats sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers: „Die Sozialdemokratie freut sich über die geglückte Errichtung der Gesamtschule.“ 16 Millionen an investiven Mitteln seien etatisiert worden, um die notwendigen Voraussetzungen für den Ganztagsunterricht zu schaffen.

Bis spätestens zu Beginn der Sommerferien müsse eine Entscheidung über den Standort der neuen Gesamtschule gefällt werden. „Wir haben bei der Entwicklung unserer Schullandschaft nur einen Schuss – und der muss sitzen.“ Mit der Bereitstellung von 17 Millionen Euro für die Projekte Ganztags- und Gesamtschule löse die CDU-Fraktion das Versprechen aus dem Wahlkampf ein, führte CDU-Fraktionschef Karl-Jürgen Schmitz aus

Mit „mutlos – maßlos – kraftlos“ titulierte FPD-Fraktionsvorsitzender Hans Carduck die Politik der Großen Koalition im Würselener Rathaus. Aus ideologischen Gründen werde eine Gesamtschule installiert, ermöglicht durch Leihschüler aus anderen Städten. Mutlos vertan werde, ein neues Schulzentrum auf der grünen Wiese zu bauen. Stattdessen solle eine Schule, die von sogenannten Fachleuten als nicht sanierungsfähig angesehen werde, mit rund 16 Millionen Euro saniert werden.

Die FDP werde alles daran setzen, dass das Städtische Gymnasium weiter expandieren könne. Im Nachgang zur Ratssitzung beantragte Carduck gegenüber Bürgermeister Arno Nelles (SPD), den Beigeordneten Werner Birmanns sofort zu beurlauben – und Herbert Zierden, Fachgebietsleiter des Fachbereichs 2.3. Schule, Jugend, Kultur und Sport, gleich mit. Als Begründung führte Carduck Birmanns‘ Anmerkungen im Rat zur Gesamtschule an.

Zum Themas Gesamtschule führte Birmanns an, dass das hier in Frage kommende Gebäude der Hauptschule nicht geeignet sei, drei Schulformen (Hauptschule, Gymnasium, Gesamtschule) zu beherbergen. Carduck bezweilfelt, dass dieser Umstand den Verantwortlichen im Vorfeld des Anmeldeverfahrens nicht bekannt war. Auch sei der Verwaltung bekannt gewesen, „dass eine Mensa so wie geplant, nicht im Gymnasium ordnungsgemäß durchführbar war.“

Die angekündigten Maßnahmen (Container), die zu Mehrkosten von rund einer Million Euro führen würden, hätten vermieden werden können. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Bürgermeister Arno Nelles (SPD) zum Begehren der FDP, dass er bezüglich des 1. Beigeordneten Birmanns der falsche Ansprechpartner sei. Bei Wahlbeamten müsse sich Carduck an den Stadtrat wenden. Zierden gehöre zum Zuständigkeitsbereich von Birmanns.

Nelles ergänzte: „Herr Carduck versucht, dem Gesamtschulprojekt Knüppel zwischen die Beine zu werfen.“ Carduck verkenne, dass die Verwaltung dem Elternauftrag nachkomme, die Gesamtschule nun einzurichten. Die Verwaltung habe im Rahmen einer „ersten Bestandsaufnahme“ den wohl notwendigen Aufwand dargestellt.

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