Faszinierende Talente reifen auf der Bühne

Von: jope
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So jung und schon so versiert:
So jung und schon so versiert: die Instrumentalisten des „Pre-college Cologne” im Energeticon. Foto: Peters

Alsdorf. Es ist „Phönix”-Zeit in der Umformerhalle des Fördermaschinenhauses im Alsdorfer Energeticon. Seit fast einem Jahrzehnt erscheinen auf dem Boden der alten Zeche Anna immer wieder junge Künstler des Bundes- und Landeswettbewerbs „Jugend musiziert”.

Beim Eröffnungskonzert der maßgeblich von Karl-Peter Schroeder nach vorne gebrachten „Phönix”-Reihe gab es diesmal eine Premiere: Erstmals präsentierte das „Pre-college-Cologne” hochbegabte Instrumentalisten im zarten Kindes- und Jugendalter von 10 bis 15 Jahren. Das von der renommierten Geigerin Professor Ute Hasenauer geleitete Projekt ist integriert in die Musikhochschule Köln mit den Abteilungen am Rhein, in Aachen und in Wuppertal.

Eine erstaunliche instrumentale Doppelbegabung ist die erst elfjährige Linda Guo. Mit Klavierbegleiterin Alison Lander an der Seite war sie zunächst mit ihrer Geige bei der Sonate für Klavier und Violine G-Dur von Mozart zu hören. Dann stellte sie Fingerfertigkeit und Fähigkeit für dynamische Differenzierung beim Rondo Capriccioso in E-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy unter Beweis.

Gar erst zehn Jahre zählt Manuel Lipstein, der mit seinem Cello die Spanische Fantasie von Koeppen interpretierte. Mit warmem Ton und ganz verträumt spielte der 13-jährige Leo Rees das a-moll-Konzert von Camille Saint-Saens, ebenso von Alison Lander am Klavier begleitet wie die 15-jährige Nora Braun. Sie spielte ihren Cello-Part bei den Fantasiestücken von Robert Schumann emotional und mit schönem Ton.

Sinn für Rhythmik und Präzison zeigte die auch erst elfjährige Lotta Schmitz bei der Caprice Basque von Pablo de Sarasate. Das Violinspiel der 14-Jährigen Judith Stapf (Introduktion et Rondo Capriccioso a-moll von Saint-Saens; mit Wolfgang Klein-Richter am Klavier) zeigte Vorzüge einer emotional reifenden Jugendlichkeit.

Auch die 14-jährige Nina Gurol am Klavier (mit Teilen der französischen Suite Nr. 1 von Johann Sebastian Bach) und der 16-jährige Carlos Rossmaier ebenfalls am Klavier (mit einer Beethoven-Sonate und einer Chopin-Eüde) waren schöne Beispiele dafür, zu welch beachtlichem Musizieren Jugendliche bei einer entsprechenden frühen Förderung, die auch menschliche Begleitung ist, fähig sind.

Einige der „Phönix”-Talente, die über die Jahre in Alsdorf aufgetreten sind, haben immerhin zum Sprung in die Karriere angesetzt. So hatte ein damals 17-jähriger Benyamin Nuss beim Phönix-Festival 2006 einen starken Auftritt. Inzwischen hat sich der junge Pianist aus Bergisch-Gladbach durch CD-Aufnahmen ebenso wie medienwirksame Auftritte deutschlandweit einen Namen gemacht.
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