Farbenfrohes Kirmeswochenende in Würselen: Viele Höhepunkte

Von: ro
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Rund 350 Maipaare waren beim großen Festzug auf den Beinen: darunter auch die Spielspitze Scherberg. Foto: Markus Roß
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Rund 350 Maipaare waren beim großen Festzug auf den Beinen: darunter auch die Spielspitze Morsbach. Foto: Markus Roß
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Mit von der Partie waren waren Pritschenkinder aus Markt-Preck. Foto: Markus Roß
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Und selbstverständlich auch die Sebastianus-Schützen. Foto: Markus Roß

Würselen. Die Düvelstadt erlebte erneut ein farbenfrohes Kirmeswochenende mit vielen Höhepunkten in den einzelnen Ortsteilen. Nach den schönen Kirmestagen in Euchen und Linden-Neusen bestätigte sich in der City einmal mehr: die Würselener und die vielen auswärtigen Gäste feiern gerne Jungenspiele!

Das alte Maibrauchtum ist in „Wöschele“ unverändert tief verwurzelt. Nicht umsonst trägt Würselen seit Jahrzehnten den Namen „Stadt der Jungenspiele“ – und dies soll auch so bleiben! Junge Leute feierten mit den „älteren Semestern“ jedenfalls ein Wochenende lang ausgiebig gemeinsam Kirmes.

Wenn man die Zahl der festlich gekleideten Maipaare zum Maßstab nimmt, braucht man sich um dieses Brauchtum keine Sorgen zu machen. Sicherlich rund 350 Maipaare waren am Sonntag auf den Beinen. Nach der Festmesse in der Pfarrkirche St. Sebastian, zelebriert von Pfarrer Karl-Josef Pütz und Kaplan Dr. Andreas Möhling und dem Fahnenschwenken mit der beeindruckenden „Würselener Menschenkette“ gegen den Atommeiler in Tihange am Morgen folgte am frühen Abend mit dem Festzug ein weiterer Höhepunkt.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele (AWJ), Hans Maaßen, und Bürgermeister Arno Nelles strahlten beim großen Defilee aller elf Würselener Jungenspiele auf dem Balkon des „Alten Rathauses“ mit den vielen Pritschenkindern und Maipärchen um die Wette. Zuvor konnte Maaßen bereits mit großer Freude vermelden: „Auf allen Zelten herrscht eine Superstimmung!“

Für die vielen Tausend Besucher bot sich bei bestem Kirmeswetter ein fantastisches Bild auf der Kaiserstraße! AWJ-Vorsitzender Hans Maassen und Bürgermeister Arno Nelles präsentierten am Alten Rathaus die Spielspitzen und die Schützenkönige und sogar Kaiser der Gesellschaften.

Es ist immer wieder eindrucksvoll, welche Menschenmassen die Jungenspiele jedes Jahr in Bewegung setzen. Zu den Jungenspielen gesellen sich befreundete Maigesellschaften und Schützenvereine aus den Nachbarstädten, so dass die AWJ rund 3500 Teilnehmer zählte. Fast 40 Kapellen sorgen für den richtigen Sound.

Ein bunter Auftakt gelang den Pritschenkindern des Morsbacher-Siedler-Königsspiels: vor dem Alten Rathaus ließen sie viele rot-gelbe Luftballons in die Luft – welch ein toller Beginn des rund einstündigen Umzugs! Damit ließen sie auch die Schützenkönigin der St.-Hubertus-Schützengilde; Gabriele Schmidt, hochleben.

Traditionell reiht sich das Bardenberger Jungenspiel, das bereits am kommenden Wochenende zusammen mit der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft zur Schützenkirmes nach Bardenberg einlädt, bei den Morsbachern ein. Gemeinsam mit dem Schützenkönig der St.-Sebastianus-Bogenschützen-Gesellschaft, Guido Carl, marschierte das Königsspiel Schweilbach-Teut die Kaiserstraße hoch.

Die Fahnenschwenker des Königsspiels Bissen unter der Leitung von Hans-Josef Bülles zeigten ihre akrobatischen Leistungen, nachdem sie ja am Vormittag als „stummer Protest“ stellvertretend für alle Jungenspiele zugunsten der „Menschenkette“ gegen Tihange auf ihren Auftritt verzichtet hatten. Hans-Josef Bülles präsentierte seine Traditionsfahne aus der toskanischen Stadt Massa Marittima.

„Bissen“ bildete in diesem Jahr das Königsspiel – Diether Zimmermann, Hauptmann der St.-Sebastianus-Schützen Gesellschaft 1624 Würselen, führte stolz seine Gesellschaft an. Den ganzen Tag über bezogen die Sebastianus-Schützen mit ihrem Schützenkönig Dr. Horst-Josef Pelzer Quartier im Alten Rathaus. Traditionell zu Gast beim Königsspiel Bissen sind das Jungenspiel Nassau und die Maigesellschaft aus Echtz. Es folgte ein weiteres „Traditionsspiel“: das Jungenspiel Oppen-Haal.

Die vielen Maipaare sind eine Augenweide“, geriet AWJ-Vorsitzender Hans Maaßen ins Schwärmen. Mit einer starken Truppe dabei wie immer beim Jungenspiel Oppen-Haal: die Jungenspiele aus Weiden und Linden-Neusen. Das hat es in Scherberg noch nie gegen: Dank der Treffsicherheit von Heinz Thunig, Schützenkaiser der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft, darf sich das Jungenspiel in diesem Jahr „Kaiserspiel“ nennen. Außerdem feiern die Scherberger in diesem Jahr ihr 70. Jungenspiel mit nicht weniger als 58 Maipaaren und 54 Pritschenkinder – rekordverdächtig! Außerdem hat das Kaiserspiel mit dem Fahnenschwenker Heinz Paffen auch noch den designierten Prinzen im Dreigestirn der Session 2017/2018 „Heinz V.“ in ihren Reihen.

Gut aufgelegt und bester Kirmeslaune zeigten sich die Pritschenkinder des Jungenspiels Markt-Preck, angeführt von ihrem Pritschenmeister Sebastian Josten. Traditionell marschiert das Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ mit dem Jungenspiel Markt-Preck, das dem Schützenkönig der St.-Salmanus-Bogenschützen Gesellschaft, Manfred Bendig, beim anschließenden Einmarsch im Festzelt am Morlaixplatz einen glänzenden Empfang bereitete.

An allen Kirmestagen „reisten“ Bürgermeister Arno Nelles, AWJ-Chef Hans Maaßen sowie weitere Repräsentanten der Jungenspiele von Festzelt zu Festzelt.

Zu weiteren Höhepunkten der Großkirmes zählt in Scherberg traditionell der Dorfabend, der in diesem Jahr in seiner 40. Auflage unter dem Motto „Heimatliebe“ gefeiert wurde. In Morsbach gaben sich beim Starabend wieder prominente Gäste die Klinke in die Hand. In Markt-Preck ging‘s unter dem Motto Hütt‘n-Gaudi zünftig zur Sache.

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