Familienzentrum Setterich drittes Mal zertifiziert

Von: Markus Bienwald
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Spaß beim Toben und Spielen in der eigenen kleinen Turnhalle: das ist auch im Evangelischen Familienzentrum „Aktion Engel-Haus“ in Setterich an der Tagesordnung. Foto: Markus Bienwald

Baesweiler. Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern treffen sich hier täglich zum Frühstücksbuffet, zu Bewegung im hauseigenen Turnraum, auf dem naturnahen Außengelände und zu Ausflügen und Besichtigungen. Und wer sich das Faltblatt zum Evangelischen Familienzentrum Setterich, dem „Aktion Engel-Haus“ anschaut, wähnt sich fast in einem Urlaubskatalog.

Doch weit gefehlt, hier wird das Angebot eines Familienzentrums in einen historisch gewachsenen Kindergarten integriert.

Denn das in seinen Grundzügen bereits 1963 eröffnete Haus in der Hans-Böckler-Straße bietet nicht nur viele Schlagworte, bei denen sich Kinder wohl und Eltern sicher fühlen, sondern noch mehr. „Wir sind nun als eins der ersten Familienzentren zum dritten Mal hintereinander zertifiziert worden“, berichtete Leiterin Simone Wehr beim Besuch einer SPD-Delegation. Eigentlich sollte zu den Sozialdemokraten aus Baesweiler und dem Land auch NRW-Familienministerin Ute Schäfer stoßen. Doch daraus wurde kurzfristig nichts, was aber die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers und Baesweilers SPD-Bürgermeisterkandidaten Dr. Karl Josef Strank nicht davon abhielt, sich vor Ort zu informieren.

In der früheren Einliegerwohnung für die Kita-Leitung und den heutigen Besprechungs- und Schulungsräumen wurde über das schwierige Thema Familienzentren und Finanzen gesprochen. Pfarrer Ulrich Schuster skizzierte mit Blick auf Zeitarbeitsverträge, Belegungs- und Personalzahlen die mit dem System der drei Stundenpakete von 25, 35 oder 45 Stunden verbundenen Probleme der Planbarkeit für Träger solcher Einrichtungen. „Die Träger wissen ja nie, wie gebucht wird“, kommentierte MdL Voigt-Küppers die Thematik. Daher sei die Flexibilität in Planung und Finanzierung wohl nur über Zeitarbeitsverträge machbar gewesen. Und sie betonte auch, dass alle Träger sagten, dass an der Gesetzeslage etwas verändert werden müsse. „Wir sind emsig dabei, Lösungen zu suchen“, betonte Voigt-Küppers, „aber die ganz große Reform schaffen wir in dieser Legislaturperiode nicht.“

Nichtsdestotrotz herrschte Freude vor bei den Gästen und den Kindern im Haus, dass hier an historisch gewachsener Stelle so viele Angebote für Kinder und Familien unter einem Dach vereint sind. Heute sind es drei Gruppen, die auf Basis des christlichen Menschenbildes und situationsorientierten Ansatzes arbeiten. „Unsere Schwerpunkte in der Bildung der Kinder liegen im sprachlichen, sozialen und motorischen Bereich“, betonte Leiterin Simone Wehr. Und sie freute sich, dass ab dem Jahr 2016 in Sachen Qualifikation noch nachgelegt werden kann. „Dann sind wir offiziell auch ein Bewegungskindergarten im Regio-Sportbund“, freut sich Wehr schon jetzt. Das beinhaltet, dass auch Sportvereine als neue Partner des Familienzentrums auftreten, und das Angebot noch breiter ausfällt.

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