Familienzentrum Lebens-Spiel-Raum zertifiziert

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Freude über die Ergebnisse: Kita-Leiterin Renate Rütters nimmt das Zertifikat von Inge Nowak (2.v.l.) entgegen. Jugendamtsleiter Hans Brings (l.) beglückwünschte dazu im Kreise das Lebens-Spiel-Raum-Teams.

Würselen. Als erste Einrichtung in der Städteregion Aachen hat das städtische Familienzentrum Lebens-Spiel-Raum an der Gerhart-Hauptmann-Straße die Zertifizierung „Marte Meo“ erhalten. Hans Brings vom Jugendamt beglückwünschte die Fachkräfte der Einrichtung, die sich nun Marte-Meo-Praktiker nennen dürfen und mit ihrem erweiterten Fachwissen die Einrichtung zum Wohl der Kinder bereichern.

Die Fortbildung wurde in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Aachen und der Marte-Meo-Therapeutin Inge Nowak organisiert. „Es ist gut, gestärkt zu sein und immer seinen Blick für das Wesentliche zu bewahren, wenn wir uns den Herausforderungen des Alltags stellen“, sagen die Fachkräfte.

„Marte Meo“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich übersetzt „aus eigener Kraft“. Die gleichnamige Organisation wurde in den 80er Jahren von der Niederländerin Maria Aarts gegründet. „Marte Meo“ ist eine Methode der begleitenden Pädagogik, die eine persönliche Haltung und Wertschätzung voraussetzt. Sie hat sich in einigen Ländern etabliert und gilt als sehr erfolgreich.

Die Basis der Methode im Kindergarten bildet die Videoanalyse von alltäglichen Spielsituationen und die genaue Beobachtung der vorhandenen Stärken der Kinder durch das Fachpersonal, das den Schwerpunkt auf Ressourcenorientierung legt. Aufbauend werden im Anschluss Lernprozesse der altersgemäßen Entwicklung gefördert und begleitet. Insgesamt soll der Druck, dem die Kinder mehr und mehr durch Kurse und Programme ausgesetzt sind, gemindert werden.

Die Entwicklungsprozesse der Kinder sollen durch gezielte individuelle, adäquate Begleitung und Zuwendung gestaltet werden. Diese besondere Weiterbildung stärkt einmal mehr das Profil der Erzieherinnen zum Wohle des Kindes und damit einmal mehr den Qualitätsanspruch der Einrichtung.

„Eine gute Beziehung unterstützt lernen – und in der Zeit, in der Kinder schon früh Einrichtungen besuchen, ist es umso wichtiger, die Persönlichkeit eines jeden Einzelnen zu erkennen und schrittweise zugewandt zu begleiten“, sagt Renate Rütters, Leiterin des Familienzentrums.

„Marte Meo ist eine Grundhaltung, die sich seit Jahren bei uns im städtischen Familienzentrum bewährt hat. Hier sollen sich alle wohlfühlen und ankommen“, lautet die Philosophie des Teams im Lebens-Spiel-Raum, „ nur so kann Bildung stattfinden“. Seit einem Jahr finden ebenfalls „FuN“-Familientage (FuN = Familie und Nachbarschaft) statt, bei denen die Eltern eine positive Bestätigung für ihre Elternkompetenz erhalten.

Und so schließt sich ein Kreis in der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Fachpersonal und den Kindern.

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