Familienminister Laschet kommt mit froher Kunde

Von: Robert Flader
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Herzogenrath. Vielleicht waren es die guten Nachrichten im Gepäck, die für die leichte Verspätung des prominenten Gastes sorgten. Wie auch immer, Armin Laschet hat bei seinem Besuch im Familienzentrum „Villa Kunterbunt” jedenfalls für eine faustdicke Überraschung und jede Menge strahlender Gesichter gesorgt.

Der Familienminister verkündete die Förderung von 264 neuen U3-Plätzen in Herzogenrath für das Kindergartenjahr 2010/11.

Einen Großteil davon erhält das Familienzentrum, wie sich die Villa seit knapp drei Jahren (1. August 2007) offiziell nennen darf. „Die Villa hat als eine der ersten Kindertagesstätten landesweit echte Pionierarbeit geleistet”, sagte Laschet und ergänzte: „Hier wird das gemacht, wo es vielerorts noch dran hapert: Familie und Beruf durch Ganztagsbetreuung unter einen Hut bringen.”

12.000 Euro jährlich wird der Kita aktuell durch den Status als Familienzentrum, in dem neben Kinderbetreuung auch Elternbildung und Beratung und Qualifizierungsmaßnahmen angeboten werden, zur Verfügung gestellt. Geld, das laut Sylvia Nogayski auch dringend benötigt wird: „Wir brauchen mehr Räume, um der steigenden Nachfrage auch weiterhin gerecht werden zu können”, sagte die stellvertretende Leiterin der „Villa Kunterbunt”.

Insgesamt stellt das Land in diesem Jahr für die Förderung der Kinderbetreuung 1,24 Milliarden Euro zur Verfügung. In der Villa werden 55 Kinder in zwei integrativen Gruppen betreut. „Im Rahmen der Ganztagsbetreuung ist außerdem mehr Personal vonnöten”, ergänzt Nogayski. Doch was dafür fehlt, ist das Geld.

Die frohe Kunde des Ministers kam da gerade recht, der aber zugab, „dass es auf dem gesamten Gebiet der U3-Betreuung immer noch sehr viel Nachholbedarf gibt”. In NRW, so Laschet weiter, sei die Zahl der angebotenen Plätze von 11.000 (2005) auf 90.000 (2010) gestiegen. Zum Vergleich: In Herzogenrath gibt es im aktuellen Kindergartenjahr 199 U3-Plätze.

„Die Förderung muss weiter vorangetrieben werden”, mahnte der Minister mit Blick auf nächste Woche Sonntag, wenn in NRW ein neuer Landtag gewählt wird, an. Auch Reimund Billmann, CDU-Landtagsabgeordneter, sagte: „Zu dem eingeschlagenen Weg gibt es keine Alternative. Alle Familien in Roda profitieren davon.”
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