Baesweiler - Familien unter die Arme greifen

Familien unter die Arme greifen

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Baesweiler. Ob Theaterverein, Krankenpflege oder Kindergarten - Möglichkeiten für ehrenamtliche Tätigkeiten gibt es viele. In Baesweiler wird es bald eine neue Form der ehrenamtlichen Unterstützung für Familien geben: Familienpaten.

Das Projekt wird bereits seit einigen Jahren erfolgreich in Aachen umgesetzt. Auch gerade deswegen hat sich Rainer Krebsbach, Sozialarbeiter vom Caritasverband für die Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land e.V., dafür eingesetzt, das Projekt auch in Baesweiler zu realisieren.

Familienpaten sind Ehrenamtler, die Lust und Interesse haben, für circa zwei Stunden wöchentlich, anderen Familien unter die Arme zu greifen. Das kann beispielsweise die Hausaufgabenbetreuung betreffen, Kinder von der Schule abzuholen oder eine Freizeitbeschäftigung anzubieten.

Auch kleinere Aufgaben im Haushalt könnten dazu gehören. „Die Paten sind allerdings keine billigen Putzhilfen”, sagt Rainer Krebsbach. Und auch wöchentliches Rasenmähen gehöre nicht zu den Aufgaben eines Familienpaten. „Das sind Dinge, die eher einem Dienstleistungsverhältnis entsprechen”, so Krebsbach weiter.

Bedarf ist vorhanden

Die möglichen Paten sollen eine Unterstützung für die Familie sein, zwar gut integriert aber kein Mitglied der Familie werden. „Das Angebot ist gedacht für Familien, die Schwierigkeiten haben”, erklärt Rainer Krebsbach.

Damit seien jedoch nicht zwangsläufig sozial schwache Familien gemeint. Das Angebot können ebenso Familien mit mehreren Kindern, bei denen beide Elternteile berufstätig sind, in Anspruch nehmen. „Die finanzielle Notlage ist nicht entscheidend”, so Krebsbach.

Auf die Idee, Familienpaten auch in Baesweiler anzubieten, kam der Sozialarbeiter vor einem Jahr. Eine „Leih-Oma” aus der Stadt hatte ihn darauf aufmerksam gemacht, dass die Aktion der geliehenen Großmütter mittlerweile eingeschlafen sei.

Auf Anfrage bestätigten das Baesweiler Jugendamt und verschiedene Institutionen, dass ein Bedarf für solch ein Angebot jedoch vorhanden wäre. Auch im Konzept „Familienfreundliche Stadt Baesweiler” ist solch ein Projekt vorgesehen.

Nun wird die Idee umgesetzt. Von den interessierten und vielleicht zukünftigen Familienpaten wird ein Profil erstellt, das in einer Kartei angelegt nur für den Caritasverband zugänglich ist. Darin sind Vorlieben sowie auch nicht gewünschte Punkte vermerkt.

Vor der Vermittlung steht ein Besuch bei der Familie, die für einen Familienpaten angefragt hat. „Das gibt uns die Möglichkeit, die Situation einzuschätzen und einen geeigneten Paten zu finden”, erklärt Rainer Krebsbach.

Er rät den Paten, sich vorerst einer Familie zu widmen. Gegebenenfalls kann das Angebot später ausgeweitet werden. Familienpate kann theoretisch jeder ab 18 Jahre werden, der gerne hilft und Kinder mag.

Das erste Informationstreffen beginnt am Montag, 26. Oktober, um 19 Uhr im Pfarrheim St. Andreas, An der Burg1a in Setterich. Darin ist neben einem ersten Kennenlernen auch die Klärung sämtlicher Fragen vorgesehen.

Weiterhin wird es eine Seminarreihe geben, bei der die Familienpaten Interessantes und Wichtiges für das Ehrenamt vermittelt bekommen.
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