Familien blicken hinter die Kulissen des Tierparks

Von: Stefan Schaum
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Anfassen erlaubt: Tierpflegeri
Anfassen erlaubt: Tierpflegerin Lena Emonts-Holley hält Kindern das Hirschgeweih hin. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Das süße Lämmchen lässt sich noch nicht heranlocken. Kein Wunder, das scheue Kleine ist ja gerade mal einen Tag alt. Als die Kinder sich an den Zaun drücken und Futter hinhalten, schmiegt sich das Tier am anderen Ende des Geheges ganz eng an seine Mama.

Hier haben die Besucher kein Glück - doch andernorts im Alsdorfer Tierpark sehen sie Dinge, die anderen verborgen bleiben.

18 Familien erfahren bei einer vom Helene-Weber-Haus angebotenen Führung manches über die tierischen Bewohner am Weiher. Selbst für Tierpflegerin Lena Emonts-Holley ist der Rundgang lehrreich, denn dieser Park ist erst seit drei Tagen ihr Arbeitsplatz. Allerlei erzählen kann sie aber schon. Etwa über den Speiseplan der beiden Schneeeulen. „Die verdrücken zusammen 14 Mäuse pro Tag. Oder sie fressen ein paar Küken - die wollen ja auch Abwechslung.” Das finden die meisten Kinder zwar eklig. Als sie dann aber hören, dass die Tiere ähnlich wie Katzen Haare und Federn wieder auswürgen - und dabei auch Knochen und Mäuseschädel hochkommen-, ist zumindest für ein paar Jungs die Sache klar: „Sind ja coole Tiere, diese Eulen!”

An allen Käfigen haben Lena Emonts-Holley und ihr Kollege Jürgen Galka Geschichten parat. Sie erzählen, warum der Waschbär Waschbär heißt - weil er sein Futter vorm Verzehr mit den Pfoten säubert - oder warum man die Esel nicht füttern darf: Weil sie dann dick und dadurch sehr krank werden können.

Sonst ist das tabu

Manche Bereiche dürfen die Kinder bei der Führung betreten, die sonst für Besucher tabu sind. So öffnet sich für sie die Tür zu dem Stall, in dem die Meerschweinchen und Kaninchen überwintern. In dem Holzhaus reichen die Knirpse den Tieren frisches Futter an und auch über ein paar Streicheleinheiten freuen sich die Nager. Ein prächtiges Geweih dürfen die Kinder ebenfalls anfassen. „Das hat unser Hirsch abgeworfen”, sagt die Tierpflegerin. „Boah, das ist ja ganz schwer”, meint eins der Kinder beeindruckt, „das Ding ist ja hart wie Beton!”

Es gibt so manches Aha-Erlebnis, selbst für Stammgäste. „Ich war schon ganz oft hier”, sagt die achtjährige Hanna Maqua. Doch so hat die Alsdorferin den Park noch nicht erlebt. Jetzt weiß sie auch, warum zwischen den Sträuchern am Ententeich große blauen Plastikfässer liegen. Es sind Rückzugsräume für werdende Entenmamas. „In diesen Fässern brüten die Tiere die Eier aus”, sagt Hanna. „Finde ich sehr interessant.”
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