Fachausschuss entscheidet sich für einen Jugendbeirat

Von: rüt
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Herzogenrath. Mehrere Anläufe in knapp fünf Jahren: Bisher waren die Versuche der SPD-Fraktion, einen Jugendstadtrat als Form der Partizipation junger Menschen in Herzogenrath anzubieten, an der Mehrheit im Jugendhilfeausschuss gescheitert.

Jetzt sind die Karten neu gemischt. Neben FDP und den Linken unterstützten in der ersten Sitzung neuen Jugendhilfeausschusses größtenteils auch die stimmberechtigten Mitglieder nichtpolitischer Institutionen den modifizierten Antrag, einen Jugendbeirat ins Leben zu rufen.

Mehrheitlich wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst. In der nächsten Sitzung des Gremiums wird die Verwaltung ein Konzept vorlegen.

Damit war der Verwaltungsvorschlag, in der ersten Sitzung in 2010 ein Konzept zur Einrichtung sozialraumbezogener Jugendforen vorzulegen, vorerst vom Tisch.

Weiterverfolgt werden soll allerdings die Anregung von Walther Mathieu (Grüne), ein Jugendportal und Diskussionsforum im Internet zu installieren, das interaktiv nutzbar sein soll und den Interessen der jungen Leute entgegen komme. Auch hierzu soll eine Beratungsunterlage erstellt werden.

Kontrovers aber letztendlich konstruktiv kann man die langwierige Diskussion zum Thema bezeichnen. Im Grundsatz herrschte aber Einigkeit: Kinder und Jugendliche müssen an den politischen Entscheidungen beteiligt werden.

Kinder durch Projekte „an die Hand zu nehmen”, wie es bisher geschehe, sei sicherlich für diese Altersgruppe der richtige Weg, so der Tenor.

Ein Äquivalent zum Seniorenbeirat und Integrationsrat müsse allerdings auch für die Zielgruppe ab 14 Jahren geschaffen werden, forderte Bruno Barth, der sich als jugendpolitischer Sprecher der SPD immer nachdrücklich für diese Thematik eingesetzt hatte.

Entsprechend des Grundsatzbeschlusses wurde beantragt, die Haushaltsansätze für das Jahr 2010 auf rund 15.000 Euro für die Finanzierung eines Jugendbeirats aufzustocken.

Dieser Betrag resultiert aus den in diesem Jahr eingestellten aber nicht verwendeten Geldern für Jugendforen und Beteiligungsprojekte sowie dem im nächsten Jahr vorgesehen Ansatz von ebenfalls 7500 Euro.

Nach dem Jugendhilfeausschuss wird sich nun als nächstes der Haupt- und Finanzausschuss mit diesem Thema beschäftigen, mit neuen Vorzeichen.
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