Herzogenrath - Extraportion Kunst: Rodaschule im „Kulturagenten“-Programm

Extraportion Kunst: Rodaschule im „Kulturagenten“-Programm

Von: Stefan Schaum
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Oft ganz schön bunt: Ob als „Tanzsäcke“, mit aus Zeitungsseiten gefertigten „Paperdresses“, mit Schablone und Spraydose oder beim Zurechtschneiden an der Werkbank (ab oben links, im Uhrzeigersinn) – die Rodaschüler sind seit Montag in allen Räumen kreativ. Foto: Stefan Schaum
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Oft ganz schön bunt: Ob als „Tanzsäcke“, mit aus Zeitungsseiten gefertigten „Paperdresses“, mit Schablone und Spraydose oder beim Zurechtschneiden an der Werkbank (ab oben links, im Uhrzeigersinn) – die Rodaschüler sind seit Montag in allen Räumen kreativ. Foto: Stefan Schaum
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Herzogenrath. Die Kunst, die derzeit in der Rodaschule entsteht, krönt auch ein kleines Jubiläum. Seit fünf Jahren ist die Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung im Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ vertreten. Viele ihrer Art gibt es dort nicht.

In dem Programm des gemeinnützigen Forums K&B, das von der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator gefördert wird, nehmen in NRW gut 40 Schulen teil. Förderschulen sind darunter rar. „Für uns ist das etwas Besonderes“, sagt Lehrerin Martina Kertzmann. Und der Profit sei geradezu enorm.

Nicht bloß die Neugier auf die Kunst und Kreativität – das Hauptziel des Projekts – wird bei den Rodaschülern geweckt. Auch das Selbstbewusstsein gewinnt, der Umgang miteinander – wie jetzt wieder, während einer „Kulturwoche“ in der Schule. Alle 176 Schüler legen sich dabei ins Zeug, werkeln und basteln, tanzen und malen in 15 Projekten. Klassenübergreifend, jahrgangsübergreifend, ganz bunt gemischt. Allein das sorgt für eine ganz neue Art des Miteinanders. Kertzmann: „In den Projekten arbeiten zum Teil unsere jüngsten Schüler mit unseren ältesten zusammen. Das ist eine ganz besondere Form der Inklusion, die da neben der Kunst entsteht.“

Die Kunst – das sind zum Beispiel „Paperdresses“, Kleider aus alten Zeitungen. Hübsch verziert mit buntem Krepppapier und anderen Accessoires. Oder „Stencils“, wie der unter Pseudonym agierende Künstler „Banksy“ sie mit Sprühdosen und Schablonen an die Wände bringt. Derart verzieren die Schüler noch bis Freitag zahlreiche Brettchen, die beim Tag der offenen Tür angeboten werden. Bis zum Ende des Schuljahres ist die Rodaschule noch im Kulturagenten-Programm. Verlängerung nicht ausgeschlossen.

Bald haben die Rodaschüler übrigens einen großen Aufritt: Gemeinsam mit Merksteiner Gesamtschülern – ebenfalls Kulturagenten – bilden sie eine Bigband, die im Rahmenprogramm bei der Verleihung der Martin-Buber-Plakette an den Bariton Thomas Quasthoff am Freitag, 27. November, zu hören sein wird.

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