Freizeittipps

Experten sehen den Einzelhandel gut positioniert

Von: eska
Letzte Aktualisierung:

Baesweiler. Wie kann der zentrumsnahe Einzelhandel gestärkt und zugleich das gesamte Warenangebot im Stadtgebiet ideal ergänzt werden?

Und mit welchen Instrumenten kann die örtliche Politik steuernd eingreifen? Die Stadt Baesweiler hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, das Antworten auf solche Fragen liefert. Nun liegt das „Einzelhandelsstandort- und Zentrenkonzept” vor.

Rainer Schmidt-Illguth, Leiter der Studie, hatte mit seinem Team in den vergangenen Monaten die Einzelhandelsstruktur und die Kaufkraft im Stadtgebiet analysiert.

Grundsätzliches Ergebnis: „Besonders der Einzelhandel im Zentrum von Baesweiler ist recht vital.” Dass die Politik in der Vergangenheit keine existenzbedrohende Konkurrenz auf der grünen Wiese zugelassen habe, mache sich positiv bemerkbar.

Und Setterich sei mit seinen Geschäften nahe der Hauptstraße bereits gut aufgestellt, wenngleich noch zusätzlicher Nahversorgungsbedarf bestehe.

Auch die aktuellen Anstrengungen, die Nahversorgung in den übrigen Ortsteilen durch sogenannte „DORV”-Läden (Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung) zu stärken, lobt Gutachter Schmidt-Illguth.

Das Einzelhandelskonzept empfiehlt Politik und Verwaltung indes, die Innenstadt von Baesweiler als Hauptzentrum noch zu stärken. Dies könne durchaus mit der weiteren Ansiedlung von Einzelhandelsbetrieben mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche geschehen - wenn diese zentrenrelevante Sortimente haben, die der Versorgung der Gesamtstadt dienen.

Darüber hinaus soll die Politik darauf achten, dass den bisherigen Geschäftszentren in Baesweiler und Setterich mit ihren Nahversorgungssortimenten keine Konkurrenz von außerhalb erwächst.

Eine Ausnahme ist der - etwas außerhalb des Zentrums gelegene - Supermarkt an der Jülicher Straße: Schmidt-Illguth schlägt den Standort als erweiterungsfähigen „Ergänzungsstandort” für die Nahversorgung vor.

Gänzlich andere Waren als Milch, Geschirr oder Medikamente könnten künftig auf einem rund 150 mal 150 Quadratmeter großen Areal nördlich des Merberener Weges an der B57 angeboten werden, schlägt der Gutachter vor. „Ein moderner Baumarkt beispielsweise würde an diesem Standort Sinn machen”, so Schmidt-Illguth mit Blick auf die Kaufkraftbindung in Baesweiler.

Dass die Expertenvorschläge zur Einzelhandelssituation Anklang in der Politik finden, wurde im Bau- und Planungsausschuss deutlich. Dieser stimmte dem Konzept einmütig zu.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert