Baesweiler - Exkursion im Baesweiler Carl-Alexander-Park: Tolle Fernsicht ist der Lohn

Exkursion im Baesweiler Carl-Alexander-Park: Tolle Fernsicht ist der Lohn

Von: abd
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Auch entlang des Weges finden sich zahlreiche Fotomotive. Foto: André Daun
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Auf dem Weg zum Aussichtspunkt haben Verliebte Schlösser an einen Zaun gehängt. Foto: André Daun
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Geschafft: Oben auf dem Bergplateau angekommen, bieten sich tolle Ausblicke. Foto: André Daun

Baesweiler. Warm ist es und anstrengend. Langsam fließen die Schweißperlen, eine Dame wischt sie sich schnell von der Stirn. Man muss zugeben: Ein wenig Fitness gehört schon dazu, um diesen eindrucksvollen Weg über die zahlreiche Stege und Stufen zu bewältigen. Aber die Mühe lohnt sich.

Angekommen auf dem Bergplateau des Carl-Alexander-Parks, bietet sich den Teilnehmern der Sommertour unserer Zeitung ein einmaliger Ausblick über die Region.

Bei bestem Wetter begrüßt Josef Meyer die Gäste am Bergfoyer im Park. Der Leiter des Stadtentwicklungsamtes war seinerzeit auch für dieses im Rahmen der „Euregionalen 2008“ realisierte Bauprojekt zuständig und spickte die Tour mit interessanten Informationen. Das Bergfoyer ist der Startpunkt, über den es auf den so genannten Schwebesteg ging. Beim Betreten schwankt er leicht. „Hier besteht aber kein Risiko“, sagt Meyer lächelnd, der ausführlich den Aufbau des Konstrukts erläutert. „Die Planungen waren alles andere als einfach.“

Zu Beginn wurde ausgewertet, wie viele Bäume überhaupt an der Halde gefällt werden durften. „Wenn es fünf waren, waren es viele“, erinnert sich Meyer. Nun führen die Stege zwischen sieben und zehn Metern oberhalb des Erdreiches im Zickzack-Kurs durch die Baumkronen. Die Stahlfundamente der Konstruktion wurden über neun Meter in den Boden gerammt. So wird die Stabilität auf dem aufgeschütteten Haldenboden gewährleistet. „Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, ging es schnell. Der Zusammenbau der Stege ging schneller als der Aufbau des überdimensionalen Krans. Dieser stand erst nach anderthalb Tagen.“ Deutlich spürt man das Erstaunen unter den Teilnehmern.

Die Gesamtbauzeit des Projekts dauerte selbstverständlich länger. Der erste Spatenstich war im November 2005, im Mai 2008 wurde der Carl-Alexander-Park eröffnet. Und weiter ging die Wanderung: Über zahlreiche Stufen erreicht man die Aussichtsplattform. Auf der breiten Treppe kann man bequem nebeneinander gehen und auch bei „Gegenverkehr“ bleibt genug Platz zum Ausweichen. Nachdem die Stufen überwunden sind, freuen sich die Teilnehmer der Sommertour über einen besonderen Ausblick. Der reicht bis zum Kraftwerk Weisweiler, zur Grube Adolf, zur Sophienhöhe und bis zum niederländischen Landgraaf.

Die großzügige Aussichtsplattform liegt 211 Meter über dem Meeresspiegel. „Wenn Holland untergehen sollte, dann schauen wir von hier aus bis zum Meer“, bringt Meyer die Teilnehmer zum Lachen. Er erzählt, dass die besondere Atmosphäre auf dem Berg auch „Der Zauber des schwarzen Berges“ genannt wird. Vor allem bei schlechtem Wetter verbreite die Natur dort oben eine einzigartige Stimmung.

Auf dem Rückweg nach unten führte Josef Meyer die Wandertruppe zu dem Aussichtspunkt, der den Blick auf die Via Belgica präsentiert. Der Heerstraße, die einst Köln mit der Atlantikküste verband, wurde ein eigener Informationspunkt gebaut. Wobei: Wirklich zu sehen ist sie nicht, die römische Straße liegt unter der Erde und wurde nie freigelegt. „Ab und an finden die Bauern beim Umpflügen der Felder antike Scherben.“ Anderes findet sich häufiger. Die schwarzen Flächen links und rechts des Weges auf die Halde seien so genannte „Extremstandorte“, sagt Meyer, die zahlreichen Tieren eine Heimat bieten, die auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen. Aus diesem Grund werden diese schwarzen Flächen auch regelmäßig von den Pflanzen befreit.

Ziel und Schlusspunkt der Führung ist der Haldenfuß. In der sogenannte „Landschaftsader” sind zahlreiche Freizeit- und Spielmöglichkeiten geschaffen worden. Die Teilnehmer sind ganz angetan von dieser besonderen Tour. „Sehr gut und sehr informativ“, meint Werner Kapser. Der Alsdorfer war zum ersten Mal im Carl-Alexander-Park: „ Für mich war der Höhepunkt der Aufstieg über die Wege und der Ausblick vom Gipfel über die Landschaft, den man so sonst nicht bekommt. Ich finde das Projekt sehr interessant, habe aber den Eindruck, dass es in der Breite noch nicht so ganz angenommen wird. Hier ist es noch etwas Arbeit nötig.“

Auch Maria Kapser findet den Park sehr beeindruckend. „Ich habe sehr gestaunt, wie schön hier die Landschaft ist. Die Flora und Fauna ist toll, ich habe viele Pflanzen und Tiere entdeckt, vor allem die vielen Wildhummeln. Ich war nicht zum letzten Mal hier.“

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