EWV warnt vor unseriösen Abwerbern

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Baesweiler. Die EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH warnt aktuell vor unseriösen Abwerbeversuchen in Baesweiler. So melden verschiedene Bürger, dass sich eine Frau mit langen schwarzen Haaren und einem Mercedes SLK Cabrio als Mitarbeiterin der EWV ausgibt.

Unter dem Vorwand, die EWV würde auf Ökostrom umstellen, versucht die Betrügerin, sich Zutritt zu verschiedenen Wohnungen und Häusern im Stadtgebiet von Baesweiler zu verschaffen, um Stromlieferverträge unbekannter Herkunft zu verkaufen. Zeugen zufolge führt die Frau eine Mappe mit Unterschriften mit sich, die sie als Legitimation vorlegt. Die EWV weist ausdrücklich darauf hin, dass besagte Dame nicht im Auftrag der EWV unterwegs ist, und warnt generell davor, Personen, die sich nicht ausweisen können, ins Haus zu lassen.

„Schon im Jahr 2014 ist die EWV gegen einige Unternehmen erfolgreich juristisch vorgegangen“, erinnert sich EWV-Pressesprecherin Yvonne Rollesbroich. „Damals konnten gerichtliche Verbote erreicht werden, die auf unbestimmte Zeit gültig bleiben“. Leider scheint dies nicht bei allen Menschen angekommen zu sein, die auf betrügerische Art und Weise versuchen, Kunden der EWV abzuwerben. „Es gibt Aussagen, die bereits gerichtlich verboten wurden“, so Yvonne Rollesbroich weiter. Das sind Sätze, die beispielsweise mit „Wir sind der neue Versorger“ oder „Wir haben die Versorgung von der EWV übernommen“ beginnen.

Es gibt aber auch noch dreistere Vorgehensweisen: Da heißt es dann beispielsweise, dass die EWV weiterhin das Geld bekomme, obwohl man künftig von einem anderen Unternehmen beliefert wird. In anderen Fällen wird von den angeblichen EWV-Mitarbeitern oder Vertretern anderer Unternehmen erzählt, dass die EWV ihre Preise erhöhe, und deswegen das Angebot des anderen Anbieters automatisch und persönlich zum Kunden kommt. Die Dreistigkeit, mit der manche Haustür-Geschäfte angeleiert werden sollen, kennt kaum Grenzen. Selbst die Aussage, dass es die EWV nicht mehr gebe, war da schon zu hören. Diese Aussagen können nicht nur für denjenigen, der sie macht, juristische Folgen wie Geldstrafen haben, es handelt sich schlicht um Betrug.

Was können Kunden, bei denen ein Anruf erfolgt oder bei denen jemand angeblich im Auftrag der EWV an der Tür klingelt, dagegen tun? Ein erster Schritt kann sein, sich den Mitarbeiterausweis zeigen zu lassen. Stehen die Vertreter vor der Tür, ist es wichtig, sich zu versichern, dass sie einen seriösen Hintergrund haben.

Bestehen Zweifel, dann sollte an der Türschwelle die Endstation sein. Die Kundendaten weiterzugeben oder gar Zählerstände ohne vorherige Anmeldung oder Aufforderung ablesen zu lassen, sollte tabu sein. Darüber hinaus ist bei begründetem Betrugsverdacht auch die Polizei einzuschalten, die dann die Sache weiterverfolgen kann.

„Für uns als EWV ist es natürlich auch wichtig, zu wissen, was von wem wie gesagt wurde, damit wir gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten können“, klärt Yvonne Rollesbroich auf. Dabei sollten sich Kunden beispielsweise notieren, von welchem Unternehmen der Vertreter oder der Anruf kam. Bei Telefonwerbung werden zudem oft auch Computer eingesetzt. Diese Vorgehensweise fällt unter die Kategorie „unerlaubte Telefonwerbung“, in diesem Fall können sich die Angerufenen auch direkt bei der Bundesnetzagentur melden. „Je mehr Verbraucher sich beschweren, desto eher wird die Bundesnetzagentur einschreiten“, unterstreicht Yvonne Rollesbroich.

Sollten Zweifel an der Echtheit der Aussagen von Anbietern oder Vertretern bestehen, gibt es immer die Möglichkeit, sich direkt bei der regiohotline der EWV Energie- und Wasserversorgung GmbH unter der Rufnummer Telefon 0800/3981000 zu melden, und die Vorgänge prüfen zu lassen. „Informieren Sie uns, wenn Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt“, rät Yvonne Rollesbroich.

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