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Evangelische Kirchengemeinde Würselen feiert 60-Jähriges

Von: ehg
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Das gehört auch zu einem Jubelfest: Pfarrer Harry Haller und Gertrud Fischöder (r.), die bereits vor 60 Jahren mit dabei war, schnitten die Geburtstagstorte an. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Allen Grund zum Feiern hatte die Evangelische Kirchengemeinde Würselen. Vor sechs Jahrzehnten wurde die heutige Martin-Luther-Kirche an der Bahnhofstraße von Oberkirchenrat Edgar Boué mit dem Psalm 34,2 bis 9 „Ich will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein“ eingeweiht – nach nur fünf Monaten Bauzeit.

Diese Worte griff Pfarrer Harry Haller auf, als er die Gemeinde und zahlreiche Gästen auf den Tag genau zu einem abendlichen Festgottesdienst und zu einer freudigen Begegnung im Anschluss begrüßte. „Viele Menschen haben in dieser Kirche im Laufe der sechs Jahrzehnte eine neue Heimat im Glauben gefunden“, blickte er zurück in die frühen 1950er Jahre, als viele heimatvertriebene Protestanten nach Würselen kamen.

Die Kirche an der Bahnhofstraße sei ein Symbol für den Neuanfang, aber auch für Integration. „Sie ist das Herzstück unserer Gemeinde im Herzen der Stadt.“ Leben entwickele sich nur dann in der Kirche, wenn ihre Gemeinde mit Gott unterwegs sei, zeigte er auf, „dass sich Gott nicht nur auf den Kirchenraum beschränken lässt“. Er dankte dafür, „dass wir dieses Fest heute feiern können“. Und er betete für die Opfer von Krieg und Gewalt in aller Welt heute. „Lass uns ein Werkzeug des Friedens werden.“

Bürgermeister Arno Nelles überbrachte die Glückwünsche von Rat und Verwaltung. Das Gebäude lebe nicht nur von der Architektur, sondern von den Menschen, die dort ein- und ausgingen. Er gratulierte zu 60 Jahren praktizierter Gemeinschaft. Viele Vertriebene hätten in der Evangelischen Kirchengemeinde einen neuen Anfang wagen können. „Auch heute kommen Menschen zu uns, die ihre Heimatländer verlassen müssen und bei uns eine gute Zukunft suchen“, sagte Nelles. Er wünschte der Gemeinde noch viele lebendige Begegnungen in der Martin-Luther-Kirche an der Bahnhofstraße – und an der Grevenberger Straße.

Als Vertreter von Superintendent Hans-Peter Bruckhoff schloss sich Jens Peter Bentzin (Monschau) als Redner an. „Wir dürfen mit Gott hoffnungsvoll in die Zukunft schauen“, machte er der Gemeinde Mut auf ihrem weiteren Weg. Er „überreichte“ ein inniges und leises Lied, das der Namensgeber der Kirche, Martin Luther, in seinem 60. Lebensjahr verfasst hatte. „Wir wollen auch weiterhin mit Euch auf dem Weg sein“, gratulierte Pfarrerin Dorothea Elisabeth Alders von der Nachbargemeinde Hoengen/Broichweiden. Grüße aus Alsdorf und Merkstein übermittelten Pfarrer Dr. Stefan Saffer und Prädikant Erhard Nay. An der Feier nahmen auch im ökumenischen Sinne Repräsentanten der katholischen Nachbarschaft teil: neben Pater Barnabas auch Beate Cohnen, Stefan Schirmel und Hans-Günter Leuchter.

Vom Türkisch-Islamischen Kulturverein grüßten durch ihre Anwesenheit Imam Ziyadtin Ciplak und Vorsitzender Necati Öztürk. Herzlich willkommen geheißen wurde auch der Würselener Künstler Albert Sous, der dem Inneren des nüchternen Gebäudes seinerzeit „Glanz“ verliehen hatte.

Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Chor der Gemeinde unter Leitung von Sabine Heinig-Michl.

Wie es sich für eine Geburtstagsfeier geziemt, schnitten das älteste anwesende Gemeindemitglied, Gertrud Fischöder, und Pfarrer Harry Haller eine Torte an. Zudem gab es herzhaftes Finger-Food. Angestoßen wurde mit einem Gläschen Sekt. Den musikalischen Rahmen der fröhlichen Feier gestaltete das Ensemble „Lucitones“ mit ansprechenden schwungvollen Klängen.

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