Evangelische Gemeinde: Optimalen Bauplatz direkt neben der Kirche gefunden

Von: mas
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Noch ein städtisches Grundstück: Die Evangelischen Kirchengemeinde Hoengen-Broichweiden favorisiert den Standort für einen Neubau mit Multifunktionsraum und Büro. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf/Würselen. Dass etwas Neues kommen soll, steht außer Frage. Aber in welcher Form – und zu welchen Konditionen? Die Evangelische Kirchengemeinde Hoengen-Broichweiden nahm erste Einblicke in die Planungen, ein Bauvorhaben an der Eschweilerstraße zu realisieren.

In einer Gemeindeversammlung informierte Pfarrerin und Presbyteriumsvorsitzende Petra Hartmann die Mitglieder über drei geplante Schwerpunkte. Die da lauten, „Grundstückserwerb“, „geplanter Neubau“ und die (mögliche) „Veräußerung des eigenen Gebäudes an der Poststraße 2“.

Kein Verhandlungsspielraum

Die Planungen (und Gedankenansätze) stellte Petra Hartmann gemeinsam mit dem Kirchenmeister Andreas Herde vor. Eine der guten Nachrichten schickte Pfarrerin Hartmann vorweg. Das Geld für einen Grundstückserwerb an der Eschweilerstraße, direkt neben der Kirche ist da. Man habe mit der Stadt als Eigentümerin des Grundstücks verhandelt und einen Preis von 71.316 Euro genannt bekommen. Petra Hartmann: „Die Stadt hat aufgrund des hohen Schuldenstandes keinen Verhandlungsspielraum, wurde uns mitgeteilt“. Nimmt man die üblichen Mehrkosten (Notar, Grunderwerbssteuer) dazu, wird die Kirchengemeinde „etwa 80.000 Euro“ zahlen müssen.

Petra Hartmann bemerkte, „wir sind glücklich, Rücklagen gebildet zu haben“. So kann der Betrag komplett und finanzierungsfrei in den Haushalt 2013 eingespeist werden. Das ins Auge gefasste Grundstück grenzt direkt an das kircheneigene Gelände und misst in der Breite 18 Meter und in der Länge 48 Meter. Dort könne man ein eingeschossiges (kellerloses) neues Gebäude errichten, dass „130 bis 150 Quadratmeter Fläche bietet“. Es soll in drei Räume aufgeteilt werden. Das Gemeindebüro würde dort Platz finden, ein Gesprächs- und ein Multifunktionsraum würden zudem eingeplant. Der Neubau würde nach jetzigen Kalkulationen „etwa 400.000 Euro veranschlagen“.

Was mit dem vorhandenen Gebäude Poststraße 2 passieren wird, ist noch nicht entschieden. Fest steht aber, das in den 50er Jahren errichtete Haus, in dem auch die Pfarr- und Küsterwohnung und drei Mietwohnungen sind, „hat enormen Sanierungsbedarf“, stellte Andreas Herde eine Summe von 430.000 Euro dafür in den Raum. Auch die Instandhaltungskosten würden immens bleiben. Warum das Gebäude Poststraße nicht abgerissen (Kosten 40.000 Euro) und dort das neue Haus errichtet würde, beantwortete Petra Hartmann unter anderem damit: „Der Standort ist nicht gerade sehr attraktiv“. Von der Idee, die der ehemalige Gemeindepfarrer Schnapp in die Diskussion brachte, ein neues Projekt „betreutes Wohnen“ (ähnlich der Anlage in Baesweiler) unter Einbezug eines privaten Investors ins Visier zu nehmen, war der Presbyteriumsvorstand nicht gerade erbaut. So wurde aus der Versammlung heraus auch begründet, dass es immer schwerer sei, Investoren zu bekommen.

Es wird weiter beraten

Petra Hartmann zeigte sich aber auch zuversichtlich, dass man das Objekt Poststraße – es ist im Wertgutachten mit 371.000 Euro festgeschrieben – möglicherweise noch verkauft bekommt. Sie erwähnte unter anderem: „Wir haben Interessenten“. Sollten sich die Grundstücksverhandlungen mit der Stadt (Kirchmeister Hubert Hünerbein: „Die Gespräche sind sehr weit fortgeschritten und in einem positiven Stadium“) im Frühjahr mit einem Ergebnis beenden, so könne noch in diesem Jahr mit einem Bau begonnen werden. Mit den Eindrücken aus der Versammlung geht man nun in die übergeordneten Gremien.

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