Europaschule: Schüler erhalten Kompetenznachweis Kultur

Von: mabie
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Lob von allen Seiten für hervorragende Leistungen gab es für die 33 Schüler der Europaschule, die vor allem dank Theaterpädagogin Nicole Jacobi (l.) als zweite Schülergruppe überhaupt den Kompetenznachweis Kultur erreichten. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Eine „ganz schöne Kondition“ bescheinigte der didaktische Leiter den 33 Schülern der Europaschule in Merkstein, die jetzt ihren Kompetenznachweis Kultur erhielten. Sie sind damit die zweite Schülergruppe an der Gesamtschule, die sich derart gelobt mit kultureller Bildung auseinandergesetzt hat.

Dass das nicht immer einfach war, unterstrich Theaterpädagogin Nicole Jacobi, die von „Tränen, Streit und Glücksmomenten“ berichtete, die die Schüler durchlebt hätten.

Zwei Projekte, die es auch auf die Bühne geschafft haben, wurden in verschiedenen Punkten bearbeitet. Zum einen „Aschenputtel“, bei dem es um Inszenierung und Erarbeitung eines Theaterstücks für Grundschulkinder in der Region ging. „Schwerpunkte waren Rollenfindung, Rollenerarbeitung und Regieführung seitens der Schüler“, sagt Jacobi, die mit Imke Voigt das Projekt leitete. Von September 2014 bis Juni 2015 war hier für die Schüler Hanna Kaldenbach, Irmela Wiegandt, Chiara Moscardi, Julia Woronowicz, Madita Leuchter und Jerome Kämpf Texten, Schreiben und Szenengestaltung angesagt.

Dazu wurde die Entwicklung von Spielideen und die Auseinandersetzung mit Märchenfiguren in der Neuzeit in den Vordergrund gestellt. „In drei Aufführungen haben wir über 900 Zuschauer gehabt“, freute sich Jacobi, der die Bühnenarbeit eine Herzensangelegenheit ist, „und alle waren begeistert“.

Mindestens ebenso großer Einsatz war beim zweiten Projekt „Licht im Dunkel“ zu erbringen. Ebenfalls von September 2014 bis Juni angesetzt, wurde der zuständige Projektkurs der Jahrgangsstufe Q1 beauftragt, selbstständig Theater zu planen, aufzuführen und die Arbeit auch zu bewerten. Das autobiografische Stück der taubblinden Schriftstellerin Helen Keller aus dem Jahr 1962 wurde überaus beeindruckend in Szene gesetzt. Dabei beschäftigten sich die Schüler mit der zentralen Frage, was passiert, wenn in unserer lichtgesteuerten Gesellschaft eben jenes fehlt.

Entstanden ist ein überaus beeindruckendes Bühnenwerk, das in zwei Aufführungen zwei Mal als erstes Stück der Europaschule überhaupt stehende Ovationen bekam. „Das war Eurer Lohn für diese hervorragende Leistung“, fand Nicole Jacobi.

Dabei war der Kurs in zwei Schwerpunkte aufgeteilt: Projektmanagement mit Planung, Organisation und Zielerreichung sowie Theater mit Erarbeitung der Umsetzung und Inszenierung. Als erfolgreiche Projektmanager erhielten Melis Tongul, Darius Voßel, Julia Thoma, Gianna Sauren, Theresa Reinartz, Jonas Middelkoop, Nina Meyer, Alyssa Mankartz und Albert Beka ihren Kompetenznachweis. In Sachen Theater durften sich Michele Christin Giersch, Lina Birmanns, Anna Berezin, Sarah Ellerbrock, Jacqueline Hallmann, Cigdem Aslan, Rabia Karapinar, Dounia Khaoui, Kübra Kurun, Hilal Özbek, Jan Pütz, Vanessa Wichert, Patrick Rosen und Esra Gündüz ihren Nachweis abholen. Wie gut die Leistungen der Schüler waren, bestätigte auch der in diesem Schuljahr frisch an die Europaschule gewechselte Schulleiter Michael Schmitt. „Es war mein Erstkontakt mit der Schule und ich war schwer beeindruckt, dass so ein Theaterstück überhaupt möglich ist“, lobte er abschließend.

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