Europaschule: Sanierung der Schäden dauert noch bis 2021

Von: Karl Stüber
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Die Europaschule in Merkstein. Im Bild der - nicht von den Feuchtigkeitsschäden betroffene - neue Mitteltrakt. Foto: Karl Stüber

Herzogenrath. Die Beseitigung der Feuchtigkeitsschäden in der Europaschule Herzogenrath wird die Stadt noch einige hunderttausend Euro kosten. Erste Sofortmaßnahmen in der Gesamtschule Merkstein, die auch dazu dienten, trotz Schimmelbefall den Unterricht weiterführen zu können, schlugen im vergangenen Jahr bereits mit 100.000 Euro zu Buche. Da ging es um Mängel der Kategorie „Gefahr in Verzug“.

Darüber berichtete Iman Zelmat vom Fachbereich Bau und Betrieb im Bau- und Verkehrsausschuss. Die Sofortmaßnahmen seien in regelmäßiger Abstimmung mit dem Schulamt und der Schulleitung abgearbeitet worden. Weitere notwendige Sanierungsschritte müssten bis zum Jahre 2021 folgen und würden insgesamt 670.000 Euro kosten.

Der Gebäudekomplex an der Geilenkirchener/Albert-Schweitzer-Straße wird von rund 1200 Schülern nebst Lehrern und weiterem Personal „besucht“. Auch das Grenzlandtheater Aachen gehört zu den Nutzern.

Probleme sind vor allem an den älteren Gebäuden aufgetreten. Die Gesamtschule nutzt die Räume der ehemaligen Realschule, die der ehemaligen Hauptschule (beide in den 1960er errichtet) und den – relativ – neuen Mitteltrakt, der Ende der 1990er Jahre errichtet wurde. Dem nun vorliegenden Maßnahmenkatalog ist eine ausgiebige Analyse nebst Gutachten vorausgegangen.

Außerhalb der Gebäude wurden rund 1500 Meter unterirdische Kanalleitungen, 26 Kanalschächte und zwei Versickerungsbecken für das Regenwasser von Dach- und Hofflächen analysiert. Festgestellt wurde, dass hier die notwendige Vorflut fehlt, Regenwasser nur begrenzt ablaufen kann und das Wasser sich bis ins Gebäude zurückstaut. Zudem führt Schlamm in den Becken dazu, dass das Wasser nur schlecht versickert.

Grundsätzlich sind an den älteren Trakten die Außenwände nicht hinreichend isoliert, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Dies soll nun nachgeholt werden.

Im Trakt A erwiesen sich Werk- und Technikräume im Kellergeschoss als sanierungsbedürftig. Wasser war durch undichte Fenster und Anschlüsse eingedrungen, zusätzlich begünstigt durch das abschüssige Gelände.

Im Trakt C sind Flur, Klassenzimmer, Lernküche, Abstellräume sowie Ver- und Entsorgungsschacht (Kriechkeller) betroffen. Auch nach ersten Sofortmaßnahmen wird die Sanierung des Schimmelschadens in den Folgejahren obenan stehen. Zudem ist der ehemalige Kohlebunker nebst Koks-Einwurfschächten ein Problemfall. Die Betondecke soll geöffnet, der Raum verfüllt und die Türe zugemauert werden.

Risse im Gebäude untersuchen

In Trakt D sieht es in der Künstlergarderobe nicht gut aus. Teilbereiche wurden gesperrt, Ausweichräume gefunden. Ad hoc wurden Trocknungsgeräte eingesetzt. Die Sanierung inklusive Isolierung und Erneuerung der Fensteranlage folgt später. Auch bei Trakt E kann es nicht bei den provisorischen Gegenmaßnahmen bleiben. Betroffen sind Umkleideräume, die Turnhalle und der Geräte-/Abstellraum. Vorsichtshalber müssen Risse im Gebäude statisch untersucht werden.

Laut Zelmat soll in einem ersten Abschnitt der Trakt C hergerichtet werden. Das wird mit rund 120.000 Euro veranschlagt. 2018 folgt Trakt A, Kostenpunkt etwa 185.000 Euro. Im Haushaltsjahr 2019 muss die Stadt Herzogenrath rund 110.000 Euro für die Sanierung des Traktes D zur Verfügung stellen, in 2020 weitere 130.000 Euro für Trakt A sowie den Kohlebunker in Trakt C.

Abgeschlossen werden die Arbeiten im Jahr 2021 mit dem Trakt E und der Kanalsanierung auf dem Grundstück. Das kostet weitere 125.000 Euro. „Wir sollten das Geld für die Sanierung in fünf Schritten in die Hand nehmen“, empfahl Iman Zelmat. Die Ausschussmitglieder nahmen Schadensbilanz und Kosten sichtlich betroffen zur Kenntnis.

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