Europafest: Der Höhepunkt des Jahres rückt näher

Von: Verena Müller
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Eines der Fahrgeschäfte auf der Kirmes des Europafests: Der Autoscooter. Neben dem Annaplatz werden Bahnhof-, Rathaus- und Luisenstraße zu Magneten. Foto: Stadt Alsdorf
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Stellten das Programm des Alsdorfer Volksfests vor: Peter Steingass, Heidrun Thater und Ludwig Grotenrath von der AG Stadtmarketing (v.r.) sowie Bürgermeister Alfred Sonders und Axel Beyhs von der Stadtverwaltung. Foto: vm

Alsdorf. Die Veranstaltung des Jahres in Alsdorf schlechthin, das Europafest, steht wieder ins Haus. Aus dem St.-Brieuc-Fest des Jahres 1985 hervorgegangen, findet es nun zum 30. Mal statt. Und zwar von Freitag, 9., bis Montag, 12. September. „Viele alte Bekannte treffen“, so der Bürgermeister, das mache den Reiz aus.

Und das betrifft nicht nur die, die man beim Schlendern über die Kirmes trifft, sondern auch die, die sich im offiziellen Rahmenprogramm begegnen. Traditionell sind die Partnerstädte zu Gast, außerdem steht ein europäisches Land im Mittelpunkt. Diesmal: Ungarn.

Wie das?

„Das ist dem glücklichen Umstand geschuldet, dass der SPD-Fraktionsvorsitzende Detlef Loosz ungarische Wurzeln hat und über die Gewerkschaft noch sehr gute Kontakte hat“, so Bürgermeister Alfred Sonders. Zwischen der IGBCE und dem Pendant in der ungarischen Chemie-Industrie bestünden glänzende Verbindungen. Neben einer größeren Delegation aus dem Bürgermeister von Bázakerette und dem Präsidenten von mehr als 27 Siedlungen in Zala, László Iványi, sowie weiteren Vertretern aus dem Komitat in Südwestungarn wird eine Folkloregruppe in Alsdorf zu Gast sein.

An die 50 Auftritte absolviert sie pro Jahr, sieben Mal wird sie in Alsdorf tanzen und ihre Heimat repräsentieren. Ihr Name lautet Zalagyöngye, was nicht weniger bedeutet als „Perle von Zala“, benannt nach einer regionalen Rebsorte. Ob unter den ungarischen Spezialitäten, die sie an einem Stand verkaufen wird, auch der Wein ist, ist wahrscheinlich, aber noch nicht sicher.

Der Seniorennachmittag am Samstag ab 15 Uhr in der Stadthalle ist mit rund 600 Gästen wie immer fast ausgebucht (Infos: bei Wolfgang Schleibach, Telefon 02404/50-333). Statt eines Eintritts werden für ein Kaffee-Kuchen-Gedeck fünf Euro verlangt, dafür gibt es ein mehrstündiges Programm.

Der Mundartdichter Toni André, der auch für unsere Zeitung schreibt, wird wieder dabei sein, außerdem die Städtischen Chöre, der Fanfarenzug Schaufenberg, die Old-Man-Band und der Karnevalistische Tanzclub Alsdorfer Tänzer (KTC). Als „Exot“ sind besagte Folkloregruppe Zalagyöngye und die Jazz-Gruppe St. Brieuc dabei.

Hervorragende Musiker

Für letztere fand der Bürgermeister lobende Worte. Sie entstamme der örtlichen Musikhochschule, die mit der in Maastricht zu vergleichen sei. Ausnahmslos Profimusiker befänden sich in ihren Reihen. Wer noch zu jung fürs Seniorenprogramm ist: Auch bei „Jazz im Garten“ am Sonntag ab 12 Uhr wird die Gruppe auf dem Platz hinter der Stadthalle gemeinsam mit dem Lokalmatador, der Boischer Brass Band, auftreten. Premiere beim Seniorennachmittag feiert die Mandolinen-Konzert-Gesellschaft Alsdorf-Mariadorf (MaKoGe), die einige Stücke aus ihrem neuen Repertoire präsentieren wird.

Zum „permanenten“ Programm gehören die Stände der Einzelhändler und anderen Händler an Rathaus-, Luisen- und Bahnhofstraße, die für die Dauer des Europafests gesperrt sein werden. „Neu ist in diesem Jahr, dass wir die Rathausstraße mit zwei Modenschauen attraktiver machen wollen“, so Steingass. Dafür zeichne Reinartz-Moden verantwortlich. Von 13 bis 18 Uhr haben am Sonntag alle Geschäfte geöffnet.

Ebenfalls neu sei, dass den gesamten Sonntag das Heinsberger Jugendrotkreuz mit seinem Teddybärkrankenhaus zu Gast an der Stadthalle sei, neben dem örtlichen Roten Kreuz, das sich um die Gäste bemüht hatte. Alle Kinder sind eingeladen, mit ihren Stofftieren ins „Krankenhaus“ zu kommen und ihre Lieben auf Wehwehchen untersuchen zu lassen.

Ein richtiger Teddydoktor ist vor Ort und nimmt die Untersuchung der vermeintlich erkrankten Kuscheltiere vor. Die Idee dahinter: den Kindern die Angst vor einem Arzt- oder Krankenhausbesuch zu nehmen. Für die Älteren wird ein Augenmerk auf die Erste Hilfe und die Handhabung eines Defibrillators gelegt.

Zwischen Förderturm und Kaufland wird derweil die Kirmes zum Flanieren einladen, neben ein paar größeren Fahrgeschäften wie „Breakdance“ und einem Autoscooter gibt es vor allem Karussells für die Kleineren. Dazu die üblichen Kirmes-Spezialitäten.

Organisatorisch sind hauptsächlich die Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing (Gestaltung der Innenstadt, Verpflegung der Gruppen) und das Partnerschaftskomitee (planerisch vom Presse-, Öffentlichkeits- und Kulturamt der Stadt Alsdorf unterstützt) involviert, finanziell greift der Wasser- und Energieversorger EWV dem Fest unter die Arme. Etwa beim großen Eröffnungsfeuerwerk am Freitagabend, 22 Uhr. Im vergangenen Jahr hatte es seine Premiere, nun soll es noch größer ausfallen. „Alleine mit den Mitgliedsbeiträgen der Einzelhändler wäre das nicht zu bezahlen“, sagt Peter Steingass, Vorsitzender der AG Stadtmarketing Alsdorf.

Große Ereignisse werfen aber bekanntlich ihre Schatten voraus, da macht auch das Europafest keine Ausnahme und hat ein paar Punkte des rund 15-teiligen Programms bereits in die kommende Woche vorgelagert: die Ausstellungseröffnung des Briefmarkensammlervereins und der Werke des ungarischen Künstlers Attila Orbán .

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