Europa pur: Partner feiern mit Freunden großes Fest

Von: mabie
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Die von Josef Poqué (l.) und Reinhard Granz (r.) präsentierten Puppen sind eine jährliche Gabe aus der Partnerstadt Bistritz und dürfen am Schaukasten mit den Gaben im Rathaus vor dem Büro von Bürgermeister Christoph von den Driesch natürlich nicht fehlen. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Sprachprobleme kennen die Bürger Rodas nicht. Da ist sich zumindest Reinhard Granz, Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitees in Herzogenrath, sicher. Ganz im Gegenteil: Bei vielen Begegnungen mit den befreundeten und verpartnerten Städten und Gemeinden habe die Konversation immer geklappt. „Auch mit Händen und Füßen“, wie der Mann an der Spitze des Partnerschaftsvereins unterstreicht. Das wird auch bei der kommenden Begegnung vom 3. bis 7. Oktober der Fall sein.

Dann treffen sich unter der Überschrift „Wir sind Europa! Wir reden mit!“ im europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger mehr als 200 Menschen aus vielen Nationen und Städten begegnen.

Um die Begegnung von Herzogenrathern mit ihren Städtepartnern aus Plérin und Bistritz sowie den befreundeten Kommunen Cookstown, Kerkrade und Mayschoss in einer anderen Dimension gestalten zu können, ist das diesjährige Partnerschaftstreffen mit Fördermitteln der EU ausgestattet.

„Darüber freuen wir uns ganz besonders, denn das war kein leichter Weg“, wie Verwaltungschef Christoph von den Driesch ergänzt. Denn der Antrag für die Fördergelder hatte es in sich, viele Bedingungen mussten auch laut dem Geschäftsführer des Partnerschaftskomitees, Josef Poqué, erfüllt werden.

So stand erst Mitte August fest, dass Roda als eine von nur 14 Städten und Kommunen deutschlandweit die Förderung erhält. „Erst dann war es überhaupt möglich, die Veranstaltung zu organisieren und zu finanzieren“, unterstreicht Poqué. Im vergleichsweise kurzen Gestaltungszeitraum für das viertägige Treffen wurde ein Programm auf die Beine gestellt, das Politik und Kultur mit internationalen Begegnungen verknüpft.

So gibt es beispielsweise am Tag der Deutschen Einheit, Donnerstag, 3. Oktober, um 16 Uhr ein Klavierkonzert mit Tatjana Bucar im Saal der Burg Rode. Um 19 Uhr folgen die offizielle Begrüßung der Delegation sowie Grußworte und eine offizielle Einführung durch Christoph von den Driesch.

Workshops, die sich besonders mit den Themen Jugend- und Seniorenarbeit beschäftigen, Konferenzen, Begegnungen, gemeinsame Essen und auch Musik und Tanz mit Beiträgen aus den drei Partnerstädten – das alles gibt es am Freitag an verschiedenen Veranstaltungsorten in ganz Herzogenrath. Neben Burg Rode sind das Rathaus und das Städtische Gymnasium eingeplant.

Der Festakt ist für Samstag, 5. Oktober, um 10.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums vorgesehen. Unter der Überschrift „Unionsbürgerschaft und Teilhabe“ wird es ein voraussichtlich auch mit dem EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz besetztes zentrales Forum der Partnerschaftsbegegnung geben.

„Hier haben EU-Politiker die Möglichkeit, den Wert und die Bedeutung der Europäischen Union auch in Krisenzeiten zu beleuchten“, schließt Reinhard Granz dazu. Exkursionen in die Grenzregion nach Kerkrade und Maastricht sowie die „Musik für Millionen“ am Samstag, 5. Oktober, um 18 Uhr in der Aula des Städtischen Gymnasiums gehören zu den weiteren Programm-Höhepunkten. Zu beachten ist dabei, dass die „Musik für Millionen“ und das zweite Konzert am 3. Oktober kostenpflichtig sind, die übrigen Angebote aber frei bleiben.

Unterkünfte gesucht

„Wichtig ist und bleibt der Kontakt der Bürger zu den Bürgern“, betont von den Driesch. So habe sich das Thema Städtepartnerschaft nicht nur in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert, auch die Inhalte der Partnerschaften an sich seien anders geworden.

Um den persönlichen Kontakt der Menschen untereinander noch zu fördern, sucht das Komitee übrigens noch Paten, die vor allem auch den rumänischen Gästen aus Bistritz eine Unterkunft bieten. „Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn sich dazu auch rumänische Gastgeber finden würden“, sagt Josef Poqué.

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